Osterath ist für einen Konverter ein absolut ungeeigneter Standort

 
Zur Erinnerung: Amprion hat am 30. Juni 2017 ein aktualisiertes Standortgutachten vorgelegt. Das Gutachten zeigt erneut, dass die sogenannte Dreiecksfläche in Kaarst am besten geeignet ist.                                                   Grafik Amprion                                                   

Am 13. Juni 2018 fand die Antragskonferenz A-Nord Abschnitt D der Bundesnetzagentur  statt. Dieses Projekt umfasst die Herstellung der Gleichstromverbindung zwischen Emden und Osterath. Die Antragskonferenzen bilden die Grundlage für den weiteren Untersuchungsrahmen, den die BNetzA festlegt. Zu den Antragskonferenzen sind alle Bürger eingeladen, die eine Stellungnahme zu der bisherigen A-Nord-Planung eingeben möchten. Die SPD Ratsfrauen Heidemarie Niegeloh und Nicole Niederdellmann-Siemes folgten der Einladung und verfolgten die Anregungen und Einwendungen der betroffenen Kommunen und anderer Behörden und Gruppen. Amprion erläuterte zunächst das Bauvorhaben. Anschließend wurde dargestellt, welche technischen und räumlichen Alternativen geprüft wurden. Der Auftrag an Amprion ist klar formuliert. Es gilt die Enden der Leitung Emden und Osterath zu verbinden und dies möglichst  gradlinig, mit möglichst wenigen Raumwiderständen (Hindernisse aller Art) und unter Ausschöpfung der Bündelungspotenziale.
Es wurde während der Erörterung deutlich, dass „Ultranet“ und „A-Nord“ zwar zwei von einander getrennte Projekte sind, die jedoch gegenseitig Voraussetzungen schaffen. Zur Erinnerung, das Projektvorhaben „Ultranet“  befasst sich mit der Suche und Festlegung eines Konverterstandortes.
Derzeit prüft Amprion die fünf möglichen Konverterstandorte lediglich auf  eine „gute Realisierungsprognose“ und hat daher auch geprüft, ob diese möglichen Konverterstandorte mit den notwendigen Stichleitungen funktionieren.
Auf die Frage, ob die Dreiecksfläche in Kaarst auch in Erdverkabelung erschlossen werden könne, antwortete der Vorhabenträger, dass die Anbindung der Fläche von Norden oder südwestlich grundsätzlich möglich sei.
„Auch nach der Antragskonferenz sind wir davon überzeugt, dass Osterath für einen Konverter ein absolut ungeeigneter Standort ist. Aus unserer Sicht steht die ganze Planung darüber hinaus auch noch unter Vorbehalt der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes. Die Stadt Meerbusch hat gegen die Festlegung des Netzverknüpfungspunktes Osterath geklagt, hier gilt es das Urteil abzuwarten.“ erklärt Heidemarie Niegeloh, Sprecherin der SPD im Bau und Umweltausschuss der Stadt Meerbusch.
„Die SPD Meerbusch wird sich weiterhin nach Kräften dafür einsetzen, dass es nicht zu einem Konverterbau in Osterath kommt. Wir haben die Bundesumweltministerin Svenja Schulze angeschrieben und um ihre Unterstützung gebeten. Es ist und bleibt nicht nachvollziehbar, warum der Regionalrat nicht die planungsrechtlichen Hindernisse aus dem Weg räumt. Die SPD Fraktion im Regionalrat hatte hierzu bereits mehrfach Anträge gestellt.“
Die beiden SPD Frauen sind sich einig, dass es immer noch die Möglichkeit gibt den Konverter in Osterath zu verhindern. „Dazu braucht es aber den Mut, Verantwortung zu übernehmen. Das Wegducken vor Verantwortung schadet der Akzeptanz der Energiewende in der Bundesrepublik. Es ist nicht nachvollziehbar, warum eine industrielle Großanlage in die unmittelbare Nähe der Wohnbebauung rücken soll, wenn es realisierbare Alternativen gibt. Wir werden alle uns zu Verfügung stehenden politischen Mittel nutzen, um diesen Wahnsinn zu verhindern.“