Fluglärm und die erheblichen Umweltbelastungen

Das OVG Münster hat die Klagen gegen den Ausbau des Vorfeldes West am Düsseldorfer Flughafen abgewiesen. Das Urteil ist für unsere Stadt und für die hier lebenden Menschen nicht nachvollziehbar. Bereits heute leben die Menschen mit Fluglärm und mit erheblichen Umweltbelastungen. Die Begründung der  Richter, dass  die zu erwartenden Lärm-, Schadstoffs-, Geruchs und Lichtimmissionen „nach rechtlichen Maßstäben geringfügig bzw. nicht erheblich“ seien, lässt die betroffenen Anrainer fassungslos mit dem Kopf schütteln. Das Gericht  bestätigt damit zwar  die bereits vorhandenen Belastungen, aber eine weitere Zunahme der Belastungen wird zugelassen frei nach dem Motto:  Da ist eh schon viel schon Lärm, da macht ein wenig mehr nichts aus. Offenbar konnte der Flughafen die Richter davon überzeugen, dass es sich um eine streng funktionsgleiche Kompensation handelt. Und das, obwohl selbst das Landesverkehrsministerium im Oktober 2013  bei der Prüfung der Antragsunterlagen festgestellt hatte, dass es sich bei dem beantragten Vorhaben nicht um eine 1:1 Kompensation handelt. Leider wurde auch der Beweisantrag der Stadt Meerbusch abgelehnt, durch ein Sachverständigengutachten nachzuweisen, dass die abschnittsweise genehmigten Baumaßnahmen des Flughafens einer Kapazitätserhöhung dienen. Auch dies forciert den Eindruck, dass dieses Urteil bereits Signale setzt im Hinblick auf die beantragte Kapazitätserweiterung. Nun gilt es die Reihen zu schließen. Politik, Verwaltung und Bürger müssen nun weiter gegen die schleichende Kapazitätserweiterung kämpfen, um  die Menschen in Meerbusch vor  vermeidbaren Fluglärm und Umweltbelastungen zu schützen. Dazu müssen  alle rechtlichen und politischen Mittel eingesetzt werden. Wir als SPD werden gerne dazu beitragen

Hier die Berichterstattung der RP Lokal Meerbusch: https://rp-online.de/nrw/staedte/meerbusch/flughafen-politik-kritisiert-urteil_aid-23335133