
Anlässlich des Internationalen Frauentages hatte Nicole Niederdellmann-Siemes ein Quiz auf ihrer Internet-Seite gestartet. Die Gewinnerinnen dies...
Weiter lesen


Anlässlich des Internationalen Frauentages hatte Nicole Niederdellmann-Siemes ein Quiz auf ihrer Internet-Seite gestartet. Die Gewinnerinnen dies...
Weiter lesen

9. März 2010 20:00
(Gaststätte Zur Alten Post, Dorfstraße 4, 40667 Meerbusch-Büderich)
Die Finanzsituation der Städte und Gemeinden in NRW verschlechtern sich zunehmend.
Viele Städte sind bereits in Not:
Der Pleitegeier dro...

Kandidatin lädt Frauen aus ihrem Wahlkreis ins Kabarett ein
vom 09.03.2010
Anlässlich des Internationalen Frauentages hatte Nicole Niederdellmann-Siemes ein Quiz auf ihrer Internet-Seite gestartet. Die Gewinnerinnen dieses Quiz sowie weitere Frauen aus dem Wahlkreis konnten sich auf Einladung der Landtagskandidatin über einen kurzweiligen Abend im Theater am Schlachthof freuen.
Unter dem Motto „Dat Rosi räumt auf“ hat die Kabarettistin Sabine Wiegand zu allem was zu sagen – auf ihre ganz eigene Art. Der Abend war ein kabarettistischer Rundumschlag Die Programmankündigung versprach: “Mit der Feinfühligkeit einer Schlagbohrmaschine und der Zartheit eines Leopard-Panzers wühlt sie sich durch ihren Gegenangriff. Ob Elternabende, Nebenkosten, Gartenarbeit oder Hartz IV – zu allem hat dat Rosi fundamental etwas beizutragen.“
Nicole Niederdellmann-Siemes kommentierte den Abend wie folgt: “Dat Rosi räumt auf: Offen, kompromisslos und dennoch liebenswert. Eine sehr unterhaltsame Art sich mit den Lebensrealitäten von Frauen auseinanderzusetzen. Sehr lustig, aber der Abend regte auch zum Nachdenken an“
Dä Ministerpräsident Rüttjers un sin Jeschäftsföhrer.
vom 25.02.2010
Aus unserem politischen Tajebooch
Schon junge Leute sind von der Überschuldung betroffen
vom 22.02.2010
Auf Einladung von Nicole Niederdellmann-Siemes diskutierten Interessierte die Möglichkeiten der Prävention von Schulden. „Leider sind zunehmend auch junge Menschen von der Überschuldung betroffen“ berichtete die Landtagskandidatin. Im Rahmen einer Hospitation verschaffte sie sich einen Einblick in das Berufsleben der Schuldnerberater. Zunächst berichtete die Landtagskandidatin von ihren persönlichen Eindrücken während dieser Zeit. „“Es gehört eine Menge Einfühlungsvermögen dazu, diesen Beruf auszuüben. Dieses Einfühlungsvermögen hat mich tief beeindruckt. Gleichzeitig verfügen die Schulderberater über ein fundiertes Wissen über die Voraussetzungen und die Modalitäten eines Insolvenzverfahren. Ich habe hautnah viel über Schicksale und die tatkräftige Unterstützung der Schuldnerberatung beim Ausstieg aus der Überschuldung erfahren. Das hat mich tief bewegt und mir gezeigt, wie wichtig diese Arbeit ist“ so die Landtagskandidatin.
Uwe Simons von der Schuldner- und Insolvenzberatung des Sozialdienstes Katholischer Männer (SKM) bestätigte diese Eindrücke. „Menschen gelangen insbesondere durch Schicksalsschläge wie Arbeitslosigkeit oder Trennung in eine finanzielle Schieflage. Oft fehlen Kenntnisse mit einer finanziellen Notlage umzugehen Zu uns kommen Menschen aus allen Schichten der Gesellschaft, allerdings erst nachdem schon viel passiert ist.“ Die Banken haben in einer Zeit, in der Zielkäufe bei allen großen Versandhäusern oder auch Mediengeschäften möglich sind, kaum mehr die Möglichkeit diese Entwicklung aufzuhalten. „Wir verfügen zwar über verschiedene Warnsignale, aber es werden zunehmend Kredite außerhalb der Banken abgeschlossen“ so der Bereichsleiter Privatkunden der Volksbank Meerbusch, Michael Börgers.
Einig waren sich alle Anwesenden, dass es wichtig sei Kinder und Jugendlichen im Umgang mit Geld zu festigen. Eine ständig steigende Anzahl von Konsumprodukten weckt in Jugendlichen Wünsche und Bedürfnisse, die sie sich nicht immer erfüllen können. „Hier setzen wir mit unserem „Präventionprogramm Knete, Krisen, Kompetenzen“ an, erläutert die Sozialarbeiterin Ellen Bente (SKM). Das Projekt sensibilisiert Jugendlichen in den Schulen wöchentlich über ein halbes Jahr hinweg im Umgang mit Geld. Meilensteine für Jugendliche und deshalb besondere Fallen für Überschuldung sind die erste eigene Wohnung, der Führerschein und das Handy. „Wir üben das Führen eines Haushaltsplanes, so sehen die Jugendliches wie viel Geld sie wofür ausgeben“ berichte die Projektverantwortliche.
Der Umgang mit Geld kann geübt werden. Projekte in Schulen zur Stärkung der Finanzkompetenz fanden daher alle Anwesenden wichtig.
Allerdings sollten bereits Kinder an den Umgang mit Geld herangeführt werden, darin waren sich alle an diesem informativen Abend einig.
Westerwelle isoliert - so die Landtagskandidatin Nicole Niederdellman-Siemes über den Außenminister
vom 18.02.2010
In einem Beitrag in der Welt am 11.Februar äußert Außenminister Guido Westerwelle die Ansicht, dass die derzeitige Diskussion um die Neuberechnung der Hartz-IV-Sätze „sozialistische Züge“ trage.Außerdem warnte er vor einer Missachtung des Leistungsgedankens. Die Verfassungsrichter hatten am Dienstag die Hartz-IV-Regelsätze für Erwachsene und Kinder für verfassungswidrig erklärt und eine Neuberechnung angeordnet. Anstatt für eine zügige Umsetzung des Urteils einzutreten, versucht Westerwelle mit dieser Diskussion die Schwachen in unserer Gesellschaft gegen einander auszuspielen. Diejenigen, die keine Arbeit haben und diejenigen, die im unteren Lohnsektor arbeiten „ Es ist erschreckend, welches Menschenbild hinter diesem Leistungsgedanken steht. Steuersünder, die ihr Geld ins Ausland bringen entziehen unserer Gesellschaft mehr Geld“, äußert Landtagskandidatin Niederdellmann-Siemes ihr Unverständnis.
Der richtige Masterplan für Osterath - wo will Osterath hin? - UPDATE vom 22.02.2010
vom 01.02.2010
Auf großes Interesse stiess die Veranstaltung der SPD-Meerbusch Osterath
am 27.01.2010 zum Thema:"Der richtige Masterplan für das Ostara-Gelände.
Nach einer kurzen Einführung durch den Vorsitzenden Herrn Dr. Markus
Wirtz stellte Ratsfrau und Landtagskandidatin Nicole Niederdellmann- Siemes den derzeitigen Planungsstand vor.
"Der Einzelhandel in Osterath ist durch die Planung gefährtdet. CDU und GRÜNE riskieren mit der Planung des Frischemarktes die Verödung des Ortskern Osteraths" so Niederdellmann-Siemes.
Anschließend wurden die Planung und mögliche Lösungswege diskutiert. Hier wurde deutlich, dass die derzeitige Planung des Ostara-Gelände sowohl von den Bürgern, dem Werbeinteressenring Meerbusch-Osterath als auch von der FDP abgelehnt wird. Selbst Vertreter der GRÜNEN wiesen darauf hin, dass ihre Zustimmung nur "mit Bauchschmerzen" erfolgt sei. Tenor der Veranstaltung war es, dass eine breite Ablehnung durch die Bürger, den Interessenverbänden und den Parteien festzustellen war.
Die CDU ist nun aufgerufen, mit den anderen Parteien im Rat der Stadt diese Art der Planung im Hinblick auf die Größe des sog. Frischemarktes zu verhindern.
Politik soll nicht Selbstzweck für Parteien sein, sondern der Lebensqualität der Bürger in Meerbusch dienen - diesem Vorsatz hat die zukünftige Planung des Ostara-Geländes zu folgen.
Presse vom 22.02.2010: Artikel auf RP-Online
Kein Schutz für private Bäume
vom 27.01.2010
Meerbusch (RP) Kurswechsel bei den Grünen: Die Öko-Partei hat sich von ihrer jahrelangen Forderung nach einer Meerbuscher Baumsatzung verabschiedet und gemeinsam mit der CDU einen entsprechenden Antrag der SPD abgelehnt.
Als die Grünen in der Opposition waren, versuchten sie immer wieder, in Meerbusch eine Baumsatzung durchzusetzen. 2005 sogar per Dringlichkeitsantrag. Doch sie scheiterten jedes Mal an der Union. Jetzt, da sie mit der CDU die Ratsmehrheit stellen, hat sich ihre Meinung geändert. Zusammen mit der CDU schmetterten die Grünen im Umweltausschuss einen entsprechenden Antrag der SPD ab.
Grünen-Ratsherr Heinz Ruyter, der in der Vergangenheit intensiv für die Baumsatzung gekämpft hatte, warf den Sozialdemokraten parteipolitische Motive vor: "Mit diesem Antrag will die SPD die Grünen doch nur vorführen". Ruyter erklärte, dass bei ihm ein Umdenken stattgefunden habe. Mit Blick auf die Nachbarstädte sei er inzwischen der Ansicht, "dass Baumschutzsatzungen offensichtlich keine Bäume schützen".
So die RP Lokal Meerbusch !
Ilse Niederdellmann, Fraktionsvorsitzende der Meeruscher SPD, kommentierte diesen Bericht knapp: " Genau das haben wir von den Grünen erwartet!"
SPD Stadtratsfraktion lehnt den Haushaltsplanentwurf 2010 der Stadt Meerbusch ab
vom 19.12.2009
In einer gut fundierten Rede begründete die Fraktionsvorsitzende Ilse Niederdellmann den Beschluss der SPD-Fraktion, diesen Haushalt nicht mit zu tragen. Hier Auszüge aus der Rede vor dem Rat der Stadt Meerbusch am Donnerstag, 17.12.2009.
Das Jahr 2009 hat Veränderungen nach Meerbusch gebracht, die von großer Tragweite sind. Bei der Kommunalwahl gab es Gewinne auf der einen Seite, Verluste auf der anderen und gar den Machtverlust bei der CDU.
Und so sitzt vor uns, lassen Sie es mich locker sagen, ein „Kessel Buntes“.
Wir von der SPD Fraktion können uns einfach nicht vorstellen, dass die Grünen beim Lesen ihrer eigenen Programme im Vergleich mit der Koalitionsvereinbarung hier in Meerbusch, nicht vor Scham in den Boden versinken.
Wo sind denn Ihre Forderungen aus dem Wahlkampf 2009?
Wahrscheinlich haben Sie schnell erkannt, dass Sie diese mit der CDU auch nach einer Koalitionsvereinbarung nicht durchsetzen können. Die Grünen haben sich von Ihren Zielen verabschiedet, ich bin sicher, Ihre Wähler werden dies nicht vergessen.
Vor allem aber die Osterather Bevölkerung, der Sie CDU/Grüne, ja nun gemeinsam den Frischemarkt bescheren wollen, wird sehr gespannt sein, auf die so genannte „Optimierung der ÖPNV-Zugänglichkeit“, die Gestaltung des Großparkplatzes nach „ökologischen Grundsätzen“ und vor allem auf das Konzept für den Osterather Einzelhandel.
Nur die Zeit wird es bringen und zeigen, was aus dieser Koalition wird.
Lassen Sie mich nun zu den Inhalten des Haushaltes 2010 kommen.
Ein steigender Schuldenstand, eine Verschuldung die jeder Meerbuscher Bürger, vom Kind bis zum Greis, mit sich herum trägt.
Wir dürfen es uns nicht so leicht machen und das Dilemma der Neuverschuldung alleine in der massiven Krise der Weltwirtschaft suchen. Unsere Verschuldung ist doch nicht neu, seit Jahren tragen wir einen Schuldenberg vor uns her. Und seit Jahren, mit ganz wenigen Ausnahmen, trägt die CDU alleine die Verantwortung dafür.
Nun, es gibt sicherlich Dinge, die Sie, Kolleginnen und Kollegen der CDU, nicht alleine zu verantworten haben.
Ich denke an die Beschlüsse im Land, Beschlüsse, die von den Kommunen umgesetzt werden müssen. Ich denke daran, dass die Kommunen in NRW seit Jahren schlechter gestellt sind als die Kommunen in anderen Bundesländern.
Unser CDU/FDP regiertes Land hat seine Steuermehreinnahmen von über 7 Milliarden € seit 2005 nicht für die Kommunen genutzt.
Nein, diese Landesregierung hat kein Konzept für die Kommunen und ist ihnen auf gar keinen Fall ein solidarischer Partner.
Die Kommunen sind es, die für die Daseinsvorsorge zuständig sind!
In den Kommunen findet das staatliche Leben statt und die Kommunen müssen gestärkt werden.
Und das kostet Geld. Geld, was die allermeisten Kommunen nicht mehr haben. Und deshalb brauchen wir einen Sicherungspakt für Kommunen, damit diese nicht in die wirtschaftliche Handlungsunfähigkeit geraten.
Auch wir sind inzwischen so verschuldet, dass selbst das Einstellen aller freiwilligen Leistungen uns nicht mehr retten könnte. Und aus diesem Grunde hat die SPD bei genau diesen auch nichts eingespart.
Wir wollen, dass die Menschen in Meerbusch sich wohl fühlen, sie sind nicht dafür verantwortlich, was die CDU hier bietet.
Fazit ist doch, eine bereits ausgepresste Zitrone kann man nicht weiter auspressen.
12 Mio. € Steuerausfall im Jahr 2010, knapp 11 Mio. € im Jahr 2011 und knapp 10 Mio. € im Jahr 2012, so die Prognose, lassen unserer Meinung nach nicht viel Spielraum.
All die Verschiebungen die Sie, die Mehrheit der hier sitzenden Personen, in diesem Haushalt vorgenommen haben, wann bitte sollen die umgesetzt werden? Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, die Kosten kommen auf uns zu!
Eine defekte Fahrbahndecke wird durch das nicht reparieren nicht besser, nein sie wird schlechter. So schlecht, dass später nur noch eine Grundsanierung durchgeführt werden kann. Siehe Kornstraße! Und wer zahlt dann die Zeche? Ja, Sie wissen es, der Bürger, da nach § 8 KAG NRW abgerechnet wird.
Jugendhilfe
Im Jugendhilfebereich haben wir ganz klare Vorstellungen. Und auch die schlechte Finanzsituation kann uns nicht davon abhalten, unsere politische Zielsetzung durch Anträge deutlich zu machen.
Ja, wir wollen eine beitragsfreie Kinderbetreuung und zwar nicht nur in den Kitas. Auch hier ist es für Sie einfach zu sagen: Wir wollen das ja auch, aber …
Nein, Sie wollen es nicht, ansonsten wären Sie unserer Forderung ja bereits im letzten Jahr gefolgt. Wir werden nicht aufhören, das laut zu sagen. Übrigens, wo waren da die Grünen, die in den Vorjahren immer für eine Beitragsfreiheit waren.
Der Ausbau von Kitas im U3 Bereich läuft für uns etwas zu schleppend. Aber wenn es nach uns gegangen wäre, hätten wir ja schon früher damit angefangen, bereits seit dem Jahr 2004 verfolgen wir dieses Ziel.
Sozialpolitik
Im Sozialbereich haben Sie unsere Anträge abgelehnt. Beispiel: Sportgeräte für Senioren, wie sie in Büderich im Hallenbadpark stehen, auch in Osterath aufzustellen. Auch hier, wir würden ja gerne, denn wir sehen ja, die Geräte in Büderich sind ein Erfolg, aber, die Haushaltslage. Wir reden hier über 8 Tausend €.
Auch das Aufstocken der Stundenzahl in der Schuldnerberatungsstelle halten Sie nicht für nötig.
Sie halten eine Wartezeit von drei Monaten, diese Zahl wurde von Frau Mielke-Westerlage in einem RP Bericht bestätigt, für angemessen.
Wir nicht, wenn jemandem das Wasser bis zum Hals steht, können drei Monate Wartezeit sehr, sehr lang sein. Können Sie, die hier anwesenden Mitglieder des Stadtrates, sich überhaupt vorstellen, dass es auch in unserem reichen Meerbusch Menschen gibt, die in der Schuldenfalle sitzen? Ob verschuldet oder unverschuldet, das ist nicht unsere Aufgabe festzustellen. Aber einen Weg aus der Misere, den können wir den betroffenen Menschen anbieten.
Personalpolitik
Erst heute liegen uns auf unsere Nachfrage hin Zahlen auf dem Tisch, die wir eigentlich vor den Beratungen des Stellenplans von der Verwaltung erwartet hätten. Uns, die SPD bestärken diese in dem Beschluss, den Stellenplan 2010 abzulehnen.
Es geht uns nicht darum, Beförderungen und Aufstockungen zu verhindern, sondern es geht uns darum, auf eine absolut verfehlte Personalpolitik in Meerbusch hinzuweisen.
Mit uns wird es diese Art der Politik auf Kosten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung nicht mehr geben.
Hohe Krankenstände und eine absolute Übergrenze an Mehrarbeits- und Überstunden in bestimmten Produktbereichen sind nicht mehr hinnehmbar.
Eine Konsolidierung des Haushaltes auf den Schultern der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auszutragen ist in höchstem Maße unsozial. Wir unterstützen die Forderungen des Personalrats uneingeschränkt.
Aus diesem Grunde fordern wir ein wirkliches Personalentwicklungskonzept. Ein Konzept, welches nicht von Anfang an das Ziel hat, nur Personal abzubauen.
Fazit
Die SPD Fraktion ist mit diesem uns vorliegenden Haushaltsentwurf mehr als unzufrieden.
Das Ergebnis unserer Beratungen wird sie sicherlich nicht überraschen, da wir ja bereits in den Fachausschüssen unsere Meinung deutlich gemacht haben.
Die SPD Fraktion stimmt dem Haushalt 2010 nicht zu.
Die Kooperationsvereinbarung von CDU und Grüne: Eine Ansammlung von Leerformeln
vom 07.12.2009
Wer den Text der Meerbuscher Kooperationsvereinbarung zwischen der CDU und Bündnis 90/DIE GRÜNEN aufmerksam liest, dem offenbart sich eine Ansammlung von Leerformeln und Gemeinplätzen", so fasst der Vorsitzende des SPD-Stadtverbands Meerbusch, Alexander Jankowsky, das Ergebnis seiner Überprüfung des Kooperationstextes zusammen.
Dies verwundert nicht, denn die programmatischen Übereinstimmungen dieser beiden Parteien sind viel geringer als der Machtwille ihrer jeweiligen Meerbuscher Führungsspitze. Folgerichtig wird in der Vereinbarung kein konkreter Maßnahmenkatalog oder gar ein diesbezüglicher Zeitfahrplan fixiert. Die gewählte Beschränkung auf schwammige Floskeln birgt allein den Vorteil, dass eine spätere Erfolgskontrolle dieser Kooperation für die jeweils eigene Basis oder die Bevölkerung insgesamt, deutlich erschwert wird.
Dies ist umso bedauerlicher, als dass das Kommunalwahlprogramm von Bündnis 90/DIE GRÜNEN (beispielsweise im Bereich Wohnungsbau oder zum Thema Einrichtung einer zweiten Ganztagsschule in Meerbusch) durchaus klare Aussagen enthielt. Von diesen Inhalten ist Substantielles mit der Meerbuscher CDU offensichtlich nicht realisierbar. Deswegen wird in der Kooperationsvereinbarung seitenlang angekündigt man werde "Überprüfen", "Erwägen" und "Konzepte entwickeln". Hierbei scheint es sich um eben die Konzepte zu handeln, von denen man der Öffentlichkeit vor der Wahl noch suggeriert hat, man besäße sie bereits.
Konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Finanzsituation der Stadt fehlen ebenso, wie konkrete Maßnahmen zur mittel- oder langfristigen Haushaltssanierung insgesamt.
Eine der wenigen Fragen, bei der die Kooperationspartner Farbe bekennen und ein Höhepunkt grüner Selbstverleugnung ist die Zusage zur Errichtung des Supermarktes ("Frischemarkt") auf dem Ostara-Gelände. Dieser soll in der von der Carat-Gruppe festgelegten Größenordnung vom mehreren tausend Quadratmetern gebaut werden.
Der damit verbundene Großparkplatz soll demnach "ökologischen Grundsätzen" entsprechen. Massive Flächenversiegelung wird hier als "ökologische" Maßnahme verkauft!
Hinsichtlich der durch das Projekt selbstkreierten Zunahme des Individualverkehrs gibt es als Trostpflaster für das grüne Gemüt eine "Optimierung der ÖPNV-Zugänglichkeit".
Besonders beeindruckend ist dabei, dass als Antwort auf den mit Errichtung dieses Supermarktes (laut Gutachten) prognostizierten Umsatzverlust für den Osterather Einzelhandel in Höhe ca. 600.000 € p.a., schwarz-grün lediglich die Entwicklung eines weiteren "Konzepts" einfällt.
Tatsächlich könnte der "Frischemarkt" der entscheidende Faktor für die Lebensdauer der schwarz-grünen Kooperation sein. Um dieses Projekt durchzudrücken ist die CDU im Rat auf Bündnis 90/DIE GRÜNEN als Mehrheitsbeschaffer angewiesen. Ist der "Frischemarkt" erst unter Dach und Fach, könnte es in Abwandlung des geflügelten Wortes heißen: "Die Grünen haben ihre Schuldigkeit getan, die Grünen können gehen".
Die Gestaltungsmöglichkeiten von Bündnis90/DIE GRÜNEN gegenüber der CDU werden in Ermangelung eines von Ihnen hinreichend konkretisierten Inhalts der Koopertionsvereinbarung dann endgültig zu Ende sein.
Mit Zuversicht und Elan in den Landtagswahlkampf 2010
vom 04.12.2009

Hannelore Kraft hat der neu aufgestellten Landtagskandidatin Nicole Niederdellmann-Siemes viel Erfolg für den Wahlkampf gewünscht: „Die Chancen stehen gut, dass wir in NRW wieder die stärkste Fraktion werden. Wir sind inhaltlich gut aufgestellt.“ so die Landesvorsitzende.
Die Meerbuscherin Nicole Niederdellmann-Siemes freut sich über diese Motivation. „Ich werde im Wahlkampf insbesondere die Themen beste Bildung für alle, den Stärkungspakt Stadtfinanzen sowie den sozialen Zusammenhalt in NRW ansprechen. Die von den schwarz-gelben Regierungen in NRW und im Bund angestrebte Entsolidarisierung unserer Gesellschaft kann nicht akzeptiert werden.“
SPD-Vorstandsmitglied als Landtagskandidatin gewählt
vom 01.12.2009
Miesen Umfrage-Werten zum Trotz, geht die SPD im Rhein-Kreis Neuss kämpferisch in den nächsten Wahlkampf. Sie nominierte gestern Abend in Grevenbroich ihre drei Landtagskandidaten. Mit einem deutlichen Votum für das Trio wollten die Delegierten der Partei neuen Auftrieb geben.
Dr. Fritz Behrens wird in Neuss antreten und bekam 112 Stimmen. Fünf Mitglieder votierten mit "Nein", vier enthielten sich. In Dormagen, Grevenbroich und Rommerskirchen kandidiert Edmund Feuster (101 Ja- und 14 Nein-Stimmen bei fünf Enthaltungen), im Bereich Meerbusch, Kaarst, Korschenbroich und Jüchen startet Nicole Niederdellmann-Siemes (102 Ja- und neun Nein-Stimmen bei neun Enthaltungen).
In Neuss hatte Ex-Minister Behrens keine Konkurrenz. Im Vorwahlgang hatte sich der Grevenbroicher Edmund Feuster gegen den Dormagener Erik Lierenfeld durchgesetzt. Die Meerbuscherin Nicole Niederdellmann-Siemes gewann gegen die Korschenbroicher Sozialdemokraten Albert Richter und Karl-Heinz Rohmann.
"Die soziale Gerechtigkeit muss wieder unser Markenzeichen werden, und das dürfen wir uns nicht nehmen lassen – weder von der Rüttgers-CDU noch von den Linken", sagte Feuster in seiner Bewerbungsrede. Niederdellmann-Siemes appellierte an "Geschlossenheit miteinander und Aufgeschlossenheit füreinander" und sprach sich für einen neuen Schulterschluss mit den Gewerkschaften aus. Behrens gab die Marschroute vor: "Vor uns liegt eine spannende Zeit, aber auch eine schwere Zeit. Wir haben keine geringere Aufgabe als die SPD neu zu erfinden."
Behrens war es auch, der in einem Grundsatz-Referat eine schonungslose Analyse lieferte: "Die SPD erlebt zurzeit eine der größten Krisen ihrer Geschichte. Das Wahldebakel vom 27. September hat in weiten Teilen unserer Partei heftigste Emotionen ausgelöst: tiefe Enttäuschung, Verzweiflung bis hin zu Wut und Verbitterung." Dabei dürfe man aber nicht stehen bleiben, so der Polit-Profi. Behrens: "Wir müssen die Ursachen diskutieren und die Weichen für einen Neuanfang stellen: inhaltlich, strategisch, personell und organisatorisch. Vor allem darf es in Zukunft keine Basta-Politik mehr geben." Tosender Applaus war ihm sicher.