Minister Garrelt Duin kommt nach Meerbusch



Auf dem Foto v.l.n.r Heidemarie Niegeloh, Wirtschaftsminister Garrelt Duin
Nicole Niederdellmann-Siemes.

Der Wirtschaftsminister Garrelt Duin kommt nach Meerbusch. Am Rande der Veranstaltung “Heimat shoppen“ konnten die Fraktionsvorsitzende der SPD Nicole Niederdellmann-Siemes und die SPD Parteivorsitzende Heidemarie Niegeloh den Minister für einen Termin in Meerbusch gewinnen. „Wir möchten mit dem Wirtschaftsminister über die Zukunft der Wirtschafts- und Industriepolitik sprechen. Logistik und Internethandel sind sicherlich wichtige Säulen in unserer Wirtschaft geworden, bringen aber auch gewaltige zusätzliche verkehrliche Belastungen und stellen unsere Händler vor Ort vor große Herausforderungen“, so die Nicole Niederdellmann-Siemes. „Auch die gewünschte Hafenerweiterung Krefeld ist für uns Meerbuscher ein wichtiges Thema. Es gilt einen Weg zu finden wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen und die berechtigten Schutzinteressen der Anrainer zu berücksichtigen. Dieses Spannungsfeld wollen wir gerne mit dem zuständigen Wirtschaftsminister besprechen“. Der Termin befindet sich derzeit noch in Absprache mit dem zuständigen Büro. „Wir freuen uns aber bereits jetzt über die Zusage und den Besuch des Ministers“, sind sich Nicole Niederdellmann-Siemes und Heidemarie Niegeloh einig.

Aufruf zur Landratswahl im Rhein Kreis Neuss

Am Sonntag, 13.September 2015, sind alle Wahlberechtigten im Rhein Kreis Nuess aufgerufen, einen neuen Landrat zu wählen. Nutzen Sie die Chance für einen Wechsel, wählen Sie Hans Christian Markert.
Gemeinsam. Bunt. Stark.
So sieht unsere Zukunft mit Hans Christian Markert als Landrat aus.
Gehen Sie wählen!

Die Schulpolitik der SPD ist nicht verlogen, sondern zielführend

Die Diskussion um eine zukunftsorientierte Schullandschaft für unsere Stadt ist seit dem letzten Schulausschuss in eine weitere Runde gegangen. „ Die Schulpolitik der SPD ist nicht verlogen, sondern zielführend. Wir ignorieren weder die vorgebrachten Argumente der Schulleitung, der Lehrerinnen und Lehrer  und der Eltern der Gesamtschule noch die sich veränderte Anforderungen an die Schulen durch Inklusion und Integration. Unser Anliegen ist seit Jahren den Bedarf an ausreichenden Gesamtschulplätzen durch eine zweite Gesamtschule zu realisieren,“ so die SPD Fraktionsvorsitzende Nicole Niederdellmann-Siemes. Die Verwaltung hatte die Errichtung eines Facharbeitskreises vorgeschlagen, der sich mit der Weiterentwicklung der Schullandschaft befassen soll.  „In dem eingerichteten Arbeitskreis werden sich die Fachleute mit den Rahmenbedingungen auseinander setzen und Vorschläge unterbreiten. Wir freuen uns auf eine anregende Diskussion mit Eltern und Fachleuten, wie dem Bedarf der Meerbuscher Kinder endlich Rechnung getragen werden kann,“ betont der schulpolitische Sprecher der SPD Fraktion Michael Billen. Seit Jahren ist die Situation unbefriedigend. Jährlich werden um die 80 Kinder  nicht an der Gesamtschule aufgenommen, die Zahl der sog, „Abschüler“ (Kinder, die das Gymnasium verlassen) steigt seit Jahren aktuell liegt diese Zahl bei 50, die Herausforderungen der Schulen im Hinblick auf Inklusion und zunehmend durch die steigende Zahl der Flüchtlinge auch im Hinblick auf die Integration steigen. „Wir wollen aus Betroffenen Beteiligte machen. So weitreichende Entscheidungen wie die Frage, ob Meerbusch eine zweite Gesamtschule braucht, dürfen nicht über die Köpfe der Schulen hinweg entschieden werden. Transparenz und gesellschaftliche Teilhabe sind gerade in Fragen der Schulentwicklung wichtig,“ erklärt Nicole Niederdellmann-Siemes. Völlig offen sind auch Fragen der Schulorganisation, des benötigten Raumprogramms und der Ausstattung von Lehr- und Lernmittel einer möglichen Dependance. Landesweit werden fast ausschließlich Gesamtschule als Dependance geführt. Die Nachteile einer Schule mit zwei Standorten, die dazu noch acht Kilometer weit auseinander liegen, kennen Lehrervertreter nur zu gut. Als Beispiele seien hier genannt:  es entsteht kein „Wir-Gefühl“ an der Schule, Lehrer/innen stecken oft im Verkehr fest und kommen zu spät, Lehrer/innen sind durch die Fahrtzeiten weniger vor Ort für wichtige Gespräche untereinander, mit Eltern oder mit Schüler/innen. „All diese Aspekte müssen in dem neu gegründeten Arbeitskreis besprochen werden. Es ist daher wichtig, dass es gelungen ist den Wunsch des Stadtelternrates nach Einbindung durch den ebenfalls neugegründeten Beirat zu ermöglichen,“ betont Michael Billen.

Hier die Berichterstattung über die Sitzung des Schulausschusses in der RP Lokal Meerbusch vom 9.Sep. 2015
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/meerbusch/hitzige-debatte-zur-gesamtschul-zukunft-aid-1.5378602

 

 

Hans Günter Focken Ratsmitglied und Sozialausschussvorsitzender Informiert

Am 1.September begingen wir auch in diesem Jahr den „Antikriegstag“. Seit 70 Jahren leben wir hier in Europa in Frieden miteinander. Durch kriegerische Auseinandersetzungen in anderen Gebieten sind zur Zeit rund 60 Mio. Menschen weltweit auf der Flucht.

Hans Günter Focken


Vom 01.01. bis 31.07.2015 kamen rund 300.000 Flüchtlinge nach Deutschland. Ein Großteil davon aus Syrien, Albanien und dem Kosovo. Nach der Prognose des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wird sich die Anzahl der Flüchtlinge bis zum Jahresende auf ca. 450.000 bis 800.000 erhöhen. Voraussichtlich wird diese Prognose jedoch deutlich übertroffen werden. Die Flüchtlinge bzw. Asylsuchenden werden mit Hilfe eines bundesweiten Verteilungssystems vom Bund auf die einzelnen Bundesländer verteilt. Nordrhein-Westfalen nimmt nach dem Königsteiner Schlüssel rd. 21,2 Prozent der Flüchtlinge auf. Tatsächlich kommen jedoch deutlich mehr Personen in Nordrhein-Westfalens an. Flüchtlinge, die über die Aufnahmequote hinaus die Erstaufnahmeeinrichtungen, kurz EAE genannt,  des Landes aufsuchen, müssen von hier aus in andere Bundesländer weitergeleitet werden. So kamen bis Ende Juli insgesamt bereits 90.000 Flüchtlinge in die EAE in NRW. Wöchentlich sind es derzeit mehr als 5.000 Menschen, die hier in den Landeseinrichtungen untergebracht werden müssen. Aktuell verfügt NRW über ca. 21.500 Plätze in den Erstaufnahmeeinrichtungen, zentralen Unterbringungseinrichtungen und einer Vielzahl von Notunterkünften. Seit 2012 (1.800 Plätze) wurden die Regelkapazitäten durch das Land verfünffacht, die Gesamtkapazitäten betragen das Zwölffache. Die Zentralen Unterbringungseinrichtungen verfügen aktuell über insgesamt ca. 7500 Plätze, die Notunterkünfte über ca. 12.000 Plätze.
Vor diesem Hintergrund kann man sehen, dass sich die Situation in den nächsten Wochen und Monaten nicht verbessern wird. Für Meerbusch heißt das, wenn wir die Notaufnahmestelle nicht mehr im Stadtgebiet haben, werden uns neue Flüchtlinge zugewiesen, die in Meerbusch ein Dach über den Kopf haben müssen.
Nach diesen Zahlen und Fakten möchte ich mich bei allen Meerbuscherinnen und Meerbuschern im Namen der Menschlichkeit bedanken. Das was hier in den letzten Wochen von den Ehrenamtlichen, den Hilfsorganisationen, den Wohlfahrtsverbänden, den Kirchen und der Meerbuscher Stadtverwaltung geleistet wurde, hat alles übertroffen was ich jemals erlebt habe. Durch diesen unermüdlichen Einsatz ist es gelungen so manches Strahlen in Kinderaugen und  in die Augen von Erwachsenden zu zaubern. Ich bin  von der gezeigten Herzlichkeit und von der Spendenbereitschaft der gesamten Meerbuscher Bevölkerung überwältigt.
Ich bin stolz ein Meerbuscher zu sein.
Zum Schluss ein kleines persönliches Erlebnis:
Bei meiner Tätigkeit im Pappkarton kam ein kleines Mädchen, höchsten 6 Jahre alt auf mich zu und hielt mir einen Karton mit drei Kuscheltieren hin und sagte: „Die sind für die Kinder, damit sie wieder was zu kuscheln und zum lachen haben“.  Dieses kleine Mädchen hatte drei ihrer heißgeliebten Kuscheltiere mit einem lächelndem Gesicht abgegeben um andere Kinder glücklich zu machen. Dies ist wahre Menschlichkeit.
Vielen Dank an alle Helferinnen und Helfer.