Umstrittener WDR Bericht

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Ja es stimmt, der WDR Bericht „Die Story“ ist durchaus umstritten. Für eine Reporterin ist es immer schön, wenn sie ein Thema durch die Darstellung von Unterschieden zuspitzen kann. Nur leider ist in diesem Fall  der journalistischen Sorgfaltspflicht, der umfassende Recherche, nicht  ausreichend Rechnung getragen worden.
Auch wenn die Initiative selbst nicht vor die Kamera gehen wollte, so hätte der Einsatz der ehrenamtlich aktiven Menschen stärker Eingang in den Bericht finden müssen. Was hier in Meerbusch von engagierten Bürgerinnen und Bürger geleistet wird, verdient unserer aller Anerkennung!
Die Klischees mit denen die Reporterin arbeitete sind einfach zu abgegriffen. Aber auch die TV-Kritik der Rheinischen Post greift nicht weit genug. Nach Ansicht von Sebastian Peters kann die „Meerbuscher Politik“ aus dem TV-Bericht also lernen, dass in Meerbusch bezahlbarer Wohnraum fehlt.

Welch Erkenntnis!

Nein, wir als Sozialdemokraten müssen dies nicht lernen. Wir haben in den letzten Jahren stets gefordert, dass Meerbusch mehr sozial geförderten Wohnraum zur Verfügung stellt. Wir mussten uns seitens des CDU-Fraktionsvorsitzenden Damblon beschimpfen lassen, dass wir unsere „Gebetsmühle“ herausholen und dass in Meerbusch nun mal kein Bedarf an Geschosswohnungsbau bestehe, da alle ein Einfamilienhaus haben wollen.

Zwischenzeitlich ist es zwar gelungen einstimmige Beschlüsse zu fassen, dass bei der Bebauung von städtischen Grundstücken, ab einer Größe von 20 Einheiten 30% sozialer Wohnungsbau erfolgen muss, aber wie viele Einheiten sind denn bereits realisiert worden? Grundstücksbevorratung, sprich günstig Grundstücke einkaufen und als Stadt entwickeln? Unzureichend! Quote für den sozialgeförderten Wohnraum auch auf privaten Grundstücken, die neu entwickelt werden?

Nein, Danke!
 
Es muss noch viel in Meerbusch geschehen, damit wir ausreichend bezahlbaren Wohnraum für Menschen haben. Nun gilt es den sozialen Wohnungsbau wirklich zeitnah umzusetzen, damit es nicht zu Konkurrenz zwischen den Flüchtlingen und den bereits in Meerbusch lebenden Menschen kommt. Dafür setzen wir uns weiterhin ein!

                             

Nicole Niederdellmann-Siemes                  Heidemrie Niegeloh

    Fraktionsvorsitzende                                 Ortsvereinsvorsitzende

Hier der Bericht des WDR vom 10.02.2016

http://medien.wdr.de/m/1455117387/diestory/wdr_fernsehen_diestory_20160210.mp4