Kein Raum für Nazis in Meerbusch

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Kirchenglocken und Trillerpfeifen übertönten die fremdenfeindlichen Parolen der NPD-Symphatisanten auf dem Dr.-Franz-Schütz-Platz.
Weit über 100 Menschen demonstrierten gegen einen Auftritt der NPD in Meerbusch. Die Büdericher Kirchglocken läuteten als die Nazis ihre Parolen verbreiten wollten.  
Bürger und Vertreter der Kirchen, Schulen, Vereine und Parteien waren trotz der kurzfristigen Bekanntgabe des Termins vor Ort.
Sie zeigten den Rechtsextremen deutlich: Für euch ist bei uns kein Platz.
"Das sich die Unverbesserlichen und ewig gestrigen NPD Symphatisanten gerade die Plakatwand der "Künstler gegen Fremdenfeindlichkeit" ausgesucht haben um ihre Parolen unter die Menschen zu bringen, macht mich traurig und wütend zugleich", so die Meerbuscher SPD Vorsitzende Heidemarie Niegeloh. Die Fraktionsvorsitzende Nicole Niederdellmann-Siemes ergänzte:" Wut und Abscheu kommen bei diesen Parolen in mir hoch. Trotzdem bin ich zuversichtlich, dass dieses Häuflein von Unverbesserlichen auf Dauer in unserer Gesellschaft keine Chance hat. Ich sehe um mich herum viele, viele junge Menschen, das macht Mut".

Die Plakatwand der "Künstler gegen Fremdenfeindlichkeit" aus dem Jahre 1994. Schon damals gab es Nazi-Symphatisanten in Meerbusch, nur trauten diese sich noch nicht aus ihrer Ecke.