Asylunterkünfte sollen kein Zankapfel werden

Asylunterkünfte sollen kein Zankapfel werden. SPD-Parteivorsitzende Heidemarie Niegeloh und Fraktionsvorsitzende Nicole Niederdellmann-Siemes sind sich einig in den Grundbedingungen. „Wichtig ist, dass die Hilfesuchenden in der Nähe von Versorgungs- und Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und mit einem Zugang zum öffentlichen Nahverkehr untergebracht werden. Integration bedeutet auch Zugang zum gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen und die Menschen nicht abschieben, wo sie möglichst niemand sieht“, so Niegeloh
„Die dezentrale Unterbringung ist für uns wichtig. Durch kleinere Einheiten lassen sich Konflikte verhindern. Wir wollen die Menschen nach Möglichkeit in Festbauten unterbringen, auch dies wird sich dezentral leichter realisieren lassen“, findet Nicole Niederdellmann-Siemes.
Hans Günter Focken (SPD) wundert sich, dass die begonnene Kommunikation und Verständigung mit den Bürgern diesmal unzureichend ist. „Wir brauchen die Bereitschaft, zu helfen und wollen eine Willkommenskultur pflegen. Uns ist wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig informiert werden. Es kann nicht sein, dass sie mögliche Standorte aus der Presse erfahren“, so der Vorsitzende des Sozialausschusses. Fertighäuser in Containerbauweise sind heute keine Seltenheit mehr. „Flüchtlinge haben ein Anrecht darauf, in einem angemessenen Umfeld leben zu können und auch die Bürger wollen keine hässlichen Kisten in Schlammpfützen vor ihrer Nase stehen haben“, so Heidemarie Niegeloh: „Wir sind nicht mehr im Mittelalter, wo nur Bürger innerhalb der Stadtmauer wohnen durften“.
Die SPD will geprüft sehen, welche Gebäude noch frei sind oder werden und umgenutzt werden können und wird sich für ihre Grundsätze in den kommenden Diskussionen einsetzen. Einigkeit herrscht, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.