SPD OV Meerbusch: Nicole Niederdellmann-Siemes soll wieder Kandidieren

Die Mitgliederversammlung der SPD Meerbusch wurde nach Artikel 21 GG abgehalten. So verdutzte die Vorsitzende Heidemarie Niegeloh die Anwesenden. Nicht allen war geläufig, dass die Rechenschaftsberichte der Parteien im Grundgesetz vorgesehen sind.
Im Rechenschaftsbericht ging die Vorsitzende auf die Aktivitäten des Ortsvereins im vergangenen Jahr ein. In ihren einleitenden Worten bewertete sie den Wert der Zugehörigkeit zur SPD. In Zeiten von Orientierungslosigkeit und Verunsicherung durch gesellschaftliche Veränderungen ist es gut zu wissen, welche Ziele man verfolgt. Eine soziale, gerechte, friedvolle und freiheitliche Gesellschaft zu schaffen, dafür stehen die Mitglieder ein. Von diesem Standpunkt aus den Blick in die Gesellschaft zu richten gibt Orientierung und Sicherheit.
Für die Arbeit des Vorstandes bedankte sich die Ortsvereinsvorsitzende, insbesondere die des Webmasters Jürgen Niederdellmann. Er hatte im vergangenen Jahr für über 130 Veröffentlichungen auf der Internet-Seite der Meerbuscher SPD gesorgt. „Wir wissen, dass unsere Seite von vielen gelesen wird, das ist uns weiter Ansporn dieses Angebot weiterhin aktuell zu gestalten,“ so Heidemarie Niegeloh.
Die Kasse wurde erwartungsgemäß ordnungsgemäß geführt. Daher konnte die Arbeit des Vorstandes mit einer einstimmigen Entlastung gewürdigt werden.
Nicole Niederdellmann-Siemes gab einen kurzen Überblick über die Arbeit der Fraktion. „Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht, die Lebensverhältnisse der Meerbuscher weiter zu verbessern. Das gilt insbesondere für diejenigen, die sich kein eignes Haus leisten können.“ Sie ging auf die Notwendigkeit der Errichtung von bezahlbaren Wohnraum in Meerbusch, auf die erforderliche Weiterentwicklung der Schullandschaft und auf die Herausforderungen durch die anstehenden Aufgaben der Integration von Geflüchteten ein.  Nicole Niederdellmann-Siemes:“ Wir denken heute, andere handeln später; man kann auch sagen, wir sind der Zeit oft weit voraus.“ Wie sich das in positive Wahlergebnisse umwandeln lässt, war ein Thema, das alle bewegte.
Der SPD Ortsverein Meerbusch hat in dieser Versammlung auch  Nicole Niederdellmann-Siemes für die Kandidatur im Wahlkreis Neuss III (Jüchen, Kaarst, Korschenbroich, Meerbusch) für die Landtagswahlen im kommenden  Jahr vorgeschlagen. "Nicole Niederdellmann-Siemes hat bereits bewiesen, dass sie eine gute Kandidatin ist. Und sie wäre sicherlich auch eine gute Landtagsabgeordnete. Sie steht mitten im Leben und weiß um die Hoffnungen und Sorgen der Menschen. Als Fraktionsvorsitzende hat sie zudem gezeigt, dass sie die Lebensumstände der Menschen im Blick hat, in dem sie immer wieder wichtige Forderungen stellt," begründete die SPD Ortsvereinsvorsitzende Heidemarie Niegeloh die Nominierung. Nicole Niederdellmann-Siemes freute sich sehr über das einstimmige Votum ihres Ortsvereins: " Es freut mich, dass mein Ortsverein mich für die Kandidatur erneut den Gremien der Kreispartei vorschlägt. Sehr gerne werde ich dafür werben, dass  die  Kommunen in Nordrhein-Westfalen weiterhin lebenswert bleiben. Die vorsorgende Politik von Hannelore Kraft ist der richtige Weg: Kein Kind zurücklassen, bezahlbare Wohnungen in einem intakten Lebensumfeld, eine starke Wirtschaft durch gute Arbeit und sozialer Zusammenhalt in einer immer bunter und älter werdenden Gesellschaft. Das sind nur einige Punkte für die ich mich einsetzen werde, in unserer Stadt und gerne auch im kommenden Landtag."  Nun gilt es auf der regionalen Ebene Verbündete für die Kandidatur zu gewinnen. "Wir werden hier noch einige Gespräche führen, mit dem Ziel, dass Nicole Niederdellmann-Siemes den Einzug in den Landtag bei der kommenden Wahl schafft," so die Ortsvereinsvorsitzende Heidemarie Niegeloh.

Die Meerbuscher OV-Vorsitzende Heidemarie Niegeloh bedankte sich bei Nicole Niederdellman-Siemes für ihre Bereitschaft nochmals zu kandidieren

Viel Lärm um Nichts: Medienberichte über Verschärfungen des Lärmschutzes sind falsch

Angeregt durch zahlreiche Medienberichte über einen Erlass-Entwurf aus dem Umweltministerium NRW und angesprochen von zahlreichen Vertretern aus dem Brauchtumswesen im Rhein-Kreis Neuss erklärt Rainer Thiel MdL: „Die Aussage, dass bald eine maximale Lautstärke von 65 dB (Dezibel) für

Rainer Thiel, M.d.L.

Freizeitveranstaltungen gelten soll, ist nicht korrekt. Die daraus abgeleiteten Sorgen, die Vereine würden zusätzlich belastet und die Organisation und Durchführung von Volks-, Brauchtums- und weiteren Stadtfesten erheblich erschwert werden, habe ich unverzüglich vom zuständigen Minister klären lassen, der diese auch prompt und vollständig ausräumen konnte“.
Dieser teilte auf Anfrage von Rainer Thiel mit:
Meldungen, nachdem das Ministerium eine Verschärfung der Lärmschutzvorgaben in NRW plant, sind falsch und entbehren jeder Grundlage. Genau das Gegenteil ist der Fall: Auf Wunsch und ausgelöst durch die Städte und Kommunen soll es künftig mehr Möglichkeiten für Kommunen und das Brauchtum geben.
Einzige relevante Änderung im derzeitigen Entwurf des Erlasses ist, dass für Veranstaltungen die Anzahl der seltenen Ereignisse von derzeit 10 auf 18 erhöht wird. Eine Änderung der Immissionsrichtwerte aus dem Jahre 2009 ist nicht vorgesehen.
„Ich bin froh, dass Rainer Thiel, MdL, durch seine Anfrage diese Medienberichte aufgegriffen hat und wir nun klare und eindeutige Aussagen erhalten haben. Die geplante Ausweitung der seltenen Ereignisse bedeutet, dass die Kommunen nun weitere Veranstaltungen mit erhöhtem Geräuschpegel im

Nicole Niederdellmann-Siemes

eigenen Ermessen bewilligen können. Damit sind Karnevals- und Schützenfeste, wie gewohnt möglich. An den derzeit gültigen Dezibel-Messwerten wird sich nichts verändern“, kommentiert Nicole Niederdellmann-Siemes die Auskunft des Ministeriums. „Das Gegenteil ist also der Fall. Es ist schade, dass sich der Fraktionsvorsitzende der CDU in Meerbusch, Werner Damblon, anscheinend nur unzureichend informiert. Seine Äußerungen müssen daher als „viel Lärm um Nichts“ angesehen werden“, so die SPD Fraktionsvorsitzende.

Hans-Willi Körfges: „Sperrklausel einführen – Zersplitterung der Räte stoppen

Die SPD-Landtagsfraktion hat in den vergangenen Monaten immer wieder für die Einführung einer Sperrklausel bei Kommunalwahlen geworben. Nun hat die CDU-Landtagsfraktion sich ebenfalls zu einem solchen Schritt entschlossen. Dazu erklärt Hans-Willi Körfges, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion:„Es ist sehr erfreulich, dass die CDU ihre zögerliche Haltung aufgegeben hat und diesen vernünftigen Weg nun mit uns gehen will. Wir haben zusammen mit der Fraktion der Grünen immer wieder deutlich gemacht, dass wir die kommunale Demokratie funktionsfähig halten müssen. Viele Stadträte haben zehn oder mehr Fraktionen, Kleinstgruppierungen oder Einzelvertreter. Die Funktionsfähigkeit dieser demokratischen Gremien ist akut gefährdet. In unserer Haltung fühlen wir uns durch zahlreiche Resolutionen in den Stadträten bestätigt. Unser Angebot steht: Wir wollen eine Sperrklausel von drei Prozent – ebenso übrigens, wie es der damalige CDU-Fraktionsvorsitzende Karl-Josef Laumann vorgeschlagen hatte. Wir werden gerne in Gespräche mit der CDU eintreten, um ein Gesetz rasch auf den Weg zu bringen. Wir dürfen uns nicht von Kleinstgruppierungen unsere kommunale Demokratie kaputt machen lassen.“
(Pressemitteilung vom 13. Januar 2015)

Flächen.Pool NRW

Der „Flächen.Pool NRW“ soll im kommenden Jahr generell für die Aktivierung von Brachflächen genutzt werden. Darauf haben sich die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen im Nordrhein-Westfälischen Landtag während der Haushaltsberatungen verständigt. Dafür sollen im 2014 erstmalig 1,8 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Zurzeit läuft der Flächenpool bereits in der Pilotphase. Reiner Breuer, Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für den Bereich der Stadtentwicklung, begrüßt, dass nun das neue Instrument der nachhaltigen Flächenentwicklung in die breite Anwendung geht „Die erfolgreiche Pilotphase hat erwiesen, dass auch brachliegende oder untergenutzte Flächen mit anderen, komplexen Eigentümer-konstellationen aktiviert werden können.“
Nach Vorstellung der SPD-Fraktion sollen die ersten Kommunen mit den Projektpartnern NRW.Urban und BEG NRW 2014 mit der Umsetzung beginnen können. „Wir kommen so unserem Ziel näher, stärker die Entwicklung von Flächen im Innenbereich, statt im Außenbereich der Städte und Gemeinden zu fördern. Hierdurch fahren wir aktiv den Freiflächenverbrauch zurück“, so Breuer.
„Erklärtes Ziel der SPD bleibt insbesondere, mehr Flächen für den geförderten Wohnungsbau und damit auch für mehr bezahlbaren Wohnraum bereit zu stellen.“
Mehr Informationen unter www.nrw-urban.de und www.beg-nrw.de.

„Sprachförderung wird neu ausgerichtet“

Die Pläne der Landesregierung, die Sprachförderung neu auszurichten, begrüßt Wolfgang Jörg, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion:
„Erzieher/innen, Grundschullehrer/innen und Eltern können aufatmen: Anfang 2014 wird zum letzten Mal das ungeliebte Sprachstandsfeststellungsverfahren Delfin4 mit allen Kindern eines Jahrgangs durchgeführt. Es handelt sich aber nicht um eine einfache Abschaffung – die hätten wir bereits vor zwei Jahren beschließen können. Schnellschüsse dieser Art wurden von einigen Akteuren zwar gefordert, uns ging es aber gerade bei diesem Thema darum, Sorgfalt vor Schnelligkeit walten zu lassen. Die sprachliche Bildung der Kleinsten soll substanziell verbessert werden und das werden wir nun folgendermaßen erreichen: Die zukünftige Sprachförderung soll nicht erst im Alter von vier Jahren beginnen, sondern wenn die Kinder die Einrichtungen besuchen. Das ist heute eher mit zwei oder drei Jahren der Fall. Am Anfang steht auch nicht mehr ein Test, der ohne Rücksicht auf Besonderheiten der Kinder bestimmt, wer die vorgesehene Förderung erhält und wer nicht. Im Alltag der
Kinder soll gemeinsam mit den Eltern ermittelt werden, über welche sprachlichen
Kenntnisse die Kinder verfügen und daran ans chließend eine Förderung orientiert werden. Dies erfordert ausreichend Zeit bei den Erzieherinnen und Erziehern und auch eine entsprechende Qualifikation. Für beides werden wir viel Geld in die Hand nehmen. Unser Ziel ist es, die sprachliche Bildung im Elementarbereich zu einem Kernthema zu machen. Das gibt es nicht zum Nulltarif.