Die Schulpolitik der SPD ist nicht verlogen, sondern zielführend

Die Diskussion um eine zukunftsorientierte Schullandschaft für unsere Stadt ist seit dem letzten Schulausschuss in eine weitere Runde gegangen. „ Die Schulpolitik der SPD ist nicht verlogen, sondern zielführend. Wir ignorieren weder die vorgebrachten Argumente der Schulleitung, der Lehrerinnen und Lehrer  und der Eltern der Gesamtschule noch die sich veränderte Anforderungen an die Schulen durch Inklusion und Integration. Unser Anliegen ist seit Jahren den Bedarf an ausreichenden Gesamtschulplätzen durch eine zweite Gesamtschule zu realisieren,“ so die SPD Fraktionsvorsitzende Nicole Niederdellmann-Siemes. Die Verwaltung hatte die Errichtung eines Facharbeitskreises vorgeschlagen, der sich mit der Weiterentwicklung der Schullandschaft befassen soll.  „In dem eingerichteten Arbeitskreis werden sich die Fachleute mit den Rahmenbedingungen auseinander setzen und Vorschläge unterbreiten. Wir freuen uns auf eine anregende Diskussion mit Eltern und Fachleuten, wie dem Bedarf der Meerbuscher Kinder endlich Rechnung getragen werden kann,“ betont der schulpolitische Sprecher der SPD Fraktion Michael Billen. Seit Jahren ist die Situation unbefriedigend. Jährlich werden um die 80 Kinder  nicht an der Gesamtschule aufgenommen, die Zahl der sog, „Abschüler“ (Kinder, die das Gymnasium verlassen) steigt seit Jahren aktuell liegt diese Zahl bei 50, die Herausforderungen der Schulen im Hinblick auf Inklusion und zunehmend durch die steigende Zahl der Flüchtlinge auch im Hinblick auf die Integration steigen. „Wir wollen aus Betroffenen Beteiligte machen. So weitreichende Entscheidungen wie die Frage, ob Meerbusch eine zweite Gesamtschule braucht, dürfen nicht über die Köpfe der Schulen hinweg entschieden werden. Transparenz und gesellschaftliche Teilhabe sind gerade in Fragen der Schulentwicklung wichtig,“ erklärt Nicole Niederdellmann-Siemes. Völlig offen sind auch Fragen der Schulorganisation, des benötigten Raumprogramms und der Ausstattung von Lehr- und Lernmittel einer möglichen Dependance. Landesweit werden fast ausschließlich Gesamtschule als Dependance geführt. Die Nachteile einer Schule mit zwei Standorten, die dazu noch acht Kilometer weit auseinander liegen, kennen Lehrervertreter nur zu gut. Als Beispiele seien hier genannt:  es entsteht kein „Wir-Gefühl“ an der Schule, Lehrer/innen stecken oft im Verkehr fest und kommen zu spät, Lehrer/innen sind durch die Fahrtzeiten weniger vor Ort für wichtige Gespräche untereinander, mit Eltern oder mit Schüler/innen. „All diese Aspekte müssen in dem neu gegründeten Arbeitskreis besprochen werden. Es ist daher wichtig, dass es gelungen ist den Wunsch des Stadtelternrates nach Einbindung durch den ebenfalls neugegründeten Beirat zu ermöglichen,“ betont Michael Billen.

Hier die Berichterstattung über die Sitzung des Schulausschusses in der RP Lokal Meerbusch vom 9.Sep. 2015
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/meerbusch/hitzige-debatte-zur-gesamtschul-zukunft-aid-1.5378602

 

 

Hans Günter Focken Ratsmitglied und Sozialausschussvorsitzender Informiert

Am 1.September begingen wir auch in diesem Jahr den „Antikriegstag“. Seit 70 Jahren leben wir hier in Europa in Frieden miteinander. Durch kriegerische Auseinandersetzungen in anderen Gebieten sind zur Zeit rund 60 Mio. Menschen weltweit auf der Flucht.

Hans Günter Focken


Vom 01.01. bis 31.07.2015 kamen rund 300.000 Flüchtlinge nach Deutschland. Ein Großteil davon aus Syrien, Albanien und dem Kosovo. Nach der Prognose des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wird sich die Anzahl der Flüchtlinge bis zum Jahresende auf ca. 450.000 bis 800.000 erhöhen. Voraussichtlich wird diese Prognose jedoch deutlich übertroffen werden. Die Flüchtlinge bzw. Asylsuchenden werden mit Hilfe eines bundesweiten Verteilungssystems vom Bund auf die einzelnen Bundesländer verteilt. Nordrhein-Westfalen nimmt nach dem Königsteiner Schlüssel rd. 21,2 Prozent der Flüchtlinge auf. Tatsächlich kommen jedoch deutlich mehr Personen in Nordrhein-Westfalens an. Flüchtlinge, die über die Aufnahmequote hinaus die Erstaufnahmeeinrichtungen, kurz EAE genannt,  des Landes aufsuchen, müssen von hier aus in andere Bundesländer weitergeleitet werden. So kamen bis Ende Juli insgesamt bereits 90.000 Flüchtlinge in die EAE in NRW. Wöchentlich sind es derzeit mehr als 5.000 Menschen, die hier in den Landeseinrichtungen untergebracht werden müssen. Aktuell verfügt NRW über ca. 21.500 Plätze in den Erstaufnahmeeinrichtungen, zentralen Unterbringungseinrichtungen und einer Vielzahl von Notunterkünften. Seit 2012 (1.800 Plätze) wurden die Regelkapazitäten durch das Land verfünffacht, die Gesamtkapazitäten betragen das Zwölffache. Die Zentralen Unterbringungseinrichtungen verfügen aktuell über insgesamt ca. 7500 Plätze, die Notunterkünfte über ca. 12.000 Plätze.
Vor diesem Hintergrund kann man sehen, dass sich die Situation in den nächsten Wochen und Monaten nicht verbessern wird. Für Meerbusch heißt das, wenn wir die Notaufnahmestelle nicht mehr im Stadtgebiet haben, werden uns neue Flüchtlinge zugewiesen, die in Meerbusch ein Dach über den Kopf haben müssen.
Nach diesen Zahlen und Fakten möchte ich mich bei allen Meerbuscherinnen und Meerbuschern im Namen der Menschlichkeit bedanken. Das was hier in den letzten Wochen von den Ehrenamtlichen, den Hilfsorganisationen, den Wohlfahrtsverbänden, den Kirchen und der Meerbuscher Stadtverwaltung geleistet wurde, hat alles übertroffen was ich jemals erlebt habe. Durch diesen unermüdlichen Einsatz ist es gelungen so manches Strahlen in Kinderaugen und  in die Augen von Erwachsenden zu zaubern. Ich bin  von der gezeigten Herzlichkeit und von der Spendenbereitschaft der gesamten Meerbuscher Bevölkerung überwältigt.
Ich bin stolz ein Meerbuscher zu sein.
Zum Schluss ein kleines persönliches Erlebnis:
Bei meiner Tätigkeit im Pappkarton kam ein kleines Mädchen, höchsten 6 Jahre alt auf mich zu und hielt mir einen Karton mit drei Kuscheltieren hin und sagte: „Die sind für die Kinder, damit sie wieder was zu kuscheln und zum lachen haben“.  Dieses kleine Mädchen hatte drei ihrer heißgeliebten Kuscheltiere mit einem lächelndem Gesicht abgegeben um andere Kinder glücklich zu machen. Dies ist wahre Menschlichkeit.
Vielen Dank an alle Helferinnen und Helfer.




Sommerempfang der SPD Meerbusch


Die Jubilare Thomas Wolfgramm, Dorothee Bloschak, Winfried Schumacher, Marta Spitzner und  Georg Neuhausen umrahmt vom Vorstand der Meerbuscher SPD
Auf Wiedersehen.....
so begrüßte die Vorsitzende Heidemarie Niegeloh die Gäste des Sommerempfangs. Wie man sich als Gast zum Ende solch einer Veranstaltung fühlt, ob man das Glas mit dem seines Nachbarn verwechselt hat oder warum immer rote Nelken auf dem Tisch stehen, das erheiterte die Gäste. Herzlichen Empfang fanden alle. Der erste Beigeordnete der Stadt Meerbusch, Frank Maatz, die VertreterInnen von Rat und Verwaltung, die VertreterInnen der Vereine und Verbände, besonders jedoch die Jubilare und nicht zuletzt die Genossinnen und Genossen. Geehrt für ihre Treue und langjährige Zugehörigkeit wurden: Winfried Schumacher, 10 Jahre, Dorothee Bloschak, Georg Neuhausen und Thomas Wolfgramm, 25 Jahre und Marta Spitzner, 50 Jahre. Als politisches Statement sprach Heidemarie Niegeloh über die Notwendigkeit für die Menschen Zustände zu schaffen, die sie brauchen; ihnen etwas zu geben und nicht immer von Mangel und sparen zu sprechen. Schnell fühle man sich dann benachteiligt.
Wir dürfen keine Gelegenheit entstehen lassen, dass sich  Menschen, die sich benachteiligt fühlen mit den menschenverachtenden Gruppierungen am rechten Rand zusammentun, um ihrem Anliegen Gehör zu verschaffen.Es ist unsere Aufgabe sie zu hören, ernst zu nehmen und etwas für diese Menschen zu tun. Das erhöht die Akzeptanz für das zur Zeit NOT-wendige“. In der Würdigung für die Jubilare ging die Vorsitzende auf das Engagement und die politischen Aktivitäten der Geehrten ein. Sie gestalten die Gesellschaft und sorgen für ein besseres Miteinander und gute Politik. Mit Nadel,  Urkunde und einem Blumenstrauß wurden die Jubilare bedacht. Alle gratulierten herzlich. Der Landratskandidat der HC Markert nahm die Gelegenheit wahr, die Gäste zu begrüßen, obwohl viele Termine im Rheinkreis Neuss für ihn anstanden. Der Sommerempfang war so, wie er sein sollte: heller Sonnenschein, viele gute Gespräche, gutgelaunte Gäste und schöne Gitarrenmusik von Werner Kiefaber

29. Boule Turnier der SPD Meerbusch

Das Team Heiner Bauhof und Klaus Jacobs waren die Gewinner. Hans-Christian Markert und Nicole Niederdellmann-Siemes gratulierten.

Am vergangenen Samstag organisierte die SPD Meerbusch bereits zum 29. Mal ihr traditionelles Bouleturnier. „Wir freuen uns, dass es auch in diesem Jahr gelungen ist professionelle Spieler und Freizeitspieler für diesen Spiel zu begeistern“ erklärte die SPD Vorsitzende Heidemarie Niegeloh. Insgesamt sieben Teams spielten gegeneinander. Bei schönem Wetter und gekühlten Getränken konnten die Mannschaften ihr Können unter Beweis stellen.
Auch dieses Jahr gewann das Team Heiner Bauhof und Klaus Jacobs. Die Zweitplazierten Fred Hepken und Dirk Flux waren ebenfalls ein starkes Team, sie verloren lediglich knapp gegen die Erstplazierten mit 12:13. Rochus Clotten und Heinz Schneider spielten das erste Mal gemeinsam und harmonierten so gut, dass sie den dritten Platz erringen konnten. Mit Holger Losse und Felix Olbertz lag das SPD Team auf dem vierten Platz. Die 13-jährigen Noah Siemes und Finn Pohlschmidt wurden fünfter. Der „Arsch mit Ohren“,  der Wanderpokal des Letzen, ging in diesem Jahr an Reinhard Speck und seinen Sohn Jakob Speck. Ein Team spielte nicht das gesamte Turnier und wurde daher aus der Wertung gestrichen.
Die SPD Fraktionsvorsitzende Nicole Niederdellmann-Siemes übergab die Preise an die  Spieler und freute sich über deren Teilnahme.  „Boule ist ein sehr kommunikatives Spiel,  wir freuen uns jedes Jahr erneut auf dieses Turnier.“  Als Gast kam auch der Bürger-Landtratskandidat Hans-Christian Markert vorbei. Er versuchte sich im Spiel mit den Erstplazierten und nutze die Gelegenheit sich über die Wünsche der Freizeitsportler zu informieren. „Das Sportangebot im Rhein-Kreis Neuss ist riesig. Das Boulespiel ist ein tolles Angebot für alle Altersgruppen. Ich werde als Landrat darauf achten, dass auch kleinere Sportvereine ausreichend Platz für ihr Sportangebot erhalten.“