Haus Meer Entwurf: Über alle Grenzen hinaus

Von Beatrix Van Vlodrop, WZ Lokal Meerbusch
Der neue Entwurf von Haus Meer ist kein großer Wurf. Das Urteil der Denkmalschützer steht noch aus.

Meerbusch. Es geht um Haus Meer, wieder einmal: Der Grundstückseigentümer hat einen Investor gefunden, der auf dem verwunschenen und geschichtsträchtigen Areal ein Luxushotel bauen will. Boden- und Gartendenkmal müssen dabei berücksichtigt werden, der Park soll öffentlich zugänglich sein – so ist der grobe Rahmen, in einem jahrelangen politischen Diskussionsprozess hart erarbeitet. Die alten Strukturen des Weyhe-Parks sollen erhalten werden, der Grundriss des ehemaligen Schlosses und der Remise den Hochbauten mehr als nur eine Orientierung geben.
In der vergangenen Woche hat das Büro Ottenarchitekten sein Hotelkonzept vorgelegt: Darin wird der Hotelbau deutlich breiter und auch länger als das ehemalige Schloss, die Remise verbreitert und ein zweiter Bau nördlich angebunden, der den Schlossgrundriss sprengt.
Passanten sind begeistert von den Hotel-Plänen
Einen Tag nach der Vorstellung der Pläne hat die CDU sie an einem Informationsstand in Büderich Passanten vorgestellt. Die seien begeistert gewesen, heißt es aus den Reihen der Christdemokraten später: ein edles Hotel mit Gastronomie und Festsaal, die Öffnung des Parks, Arbeitsplätze. Das überzeugt auf der Straße.
Massives Gebäude, das Grenzen überschreitet
Fördervereine und Kulturpolitiker müssten eigentlich anders urteilen, ist der Entwurf doch keineswegs weniger massiv als die vorangegangenen, die, in Rats- und Ausschussprotokollen nachzulesen, verworfen wurden.
„Mir wäre es lieber, man würde die Fachbehörden im Stadium der Entwicklung einbeziehen und nicht mit ungelegten Eiern an die Öffentlichkeit gehen.“
Herbert Jacobs, Förderverein
Herbert Jacobs, der Vorsitzende des Fördervereins Haus Meer, will kein Urteil über das Konzept abgeben: Die Denkmalpfleger des Landschaftsverbands seien am Zug. „Wenn die die endgültigen Pläne für genehmigungsfähig halten, wollen wir nicht päpstlicher als der Papst sein.“ Wenn sie aber – wie es ihm erscheine – die Grenzen fürs Bau- und Gartendenkmal überschritten sähen, halte er das Projekt für gescheitert.
Wie die Passanten kann sich auch Jacobs den Reiz eines Hotels, luxuriös und seriös, und die Sichtbarmachung von Teilen des Denkmals als „Gewinn für Meerbusch“ vorstellen, „aber es muss eben denkmalverträglich sein“. Dank Meerbuschs Denkmalexperten Rosemarie Vogelsang und Reinhard Lutum, des Geschichtsvereins und auch des Fördervereins sei der hohe Wert des „Denkmals von nationaler Bedeutung“ (Denkmalpfleger Ludger Sutthoff) heute deutlicher als vor Jahren.


Büderich vom Fahrrad aus gesehen…

 Die Vorsitzende des neu gegründeten SPD Ortsverein Meerbusch, Heidemarie Niegeloh, setzt sich zum Ziel, alle Ortsteile von Meerbusch noch besser kennen zu lernen. In Büderich machte sie nun den Anfang. Mit dem Fahrrad unterwegs, machte sie sich ihr eigenes Bild über die Eigenheiten des Ortsteils.

Sie machte Bekanntschaft mit vielen Menschen, aber auch mit vielen Örtlichkeiten. Z.B. war sie auf dem Abenteuerspielplatz und informierte sich über die dort stattfindenden Aktivitäten. Heidemarie Niegeloh zeigte sich beeindruckt: „Hier wird Integration gelebt, dass ist wunderbar zu sehen!“ Ihr Weg führte sie auch an die Standgrenze Meerbusch/Düsseldorf, wo im Augenblick auf Düsseldorfer Seite große Bauaktivitäten zu beobachten sind. Von dort aus ging es über das Böhlerareal weiter in Richtung Böhlersiedlung und Vogelsiedlung. Diese beiden großen Siedlungen mit Mitwohnungsbau sah sie als beispielhaft für die zukünftige Diskussion um bezahlbaren Wohnraum. Über das Lötterfeld  führte sie der Weg zum Sport- und Freizeitpark Eisenbrand.

Nach Besichtigung des „Grünen Klassenzimmers“, der Kunstrasenanlage beim FCB fuhr sie in das nördliche Büderich. Auch die Gartenstadt Meererbusch war ihr einen Blickwert. Und weiter ging es Richtung Dr.-Franz-Schütz-Platz. Unterwegs wurden noch die Grabeländer zwischen K-Bahn und Büdericher Friedhof besichtigt. Hier entstand durch viel Eigenarbeit der Kleingärtner eine wunderbare Anlage.  Angekommen am Dr.-Franz-Schütz-Platz, der leider nur als Parkplatz genutzt wird, zog sie daraus ihr Fazit: „ Büderich hat an dieser Stelle wirklich etwas anderes als diese Parkwüste verdient!“ Die Fahrradtour endete bei einem Eisbecher im Eiscafé am Deutschen Eck. Heidemarie Niegeloh :“ Ich habe heute Seiten von Büderich gesehen, die ich bisher noch nicht kannte, gleiches werde ich in Osterath und in Lank unternehmen:“

 

 

 

 

 

Wir wünschen allen schöne Ferien

Wir wünschen allen Meerbuscherinnen und Meerbuschern erholsame Ferien und einen wunderschönen Sommer.

Heidemarie Niegeloh                                         Ilse Niederdellmann
Ortsvereinsvorsitzende                                    Fraktionsvorsitzende

 

8,50 € MINDESTLOHN KOMMT AM 1.2.2014 ! WER ALLES GIBT, MUSS MEHR BEKOMMEN

Ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 € schützt vor Ausbeutung, steigert die Kaufkraft in Deutschland und spart dem Staat 4 Milliarden €, weil Niedriglöhne nicht mehr aufgestockt werden müssen. Er hat für uns oberste Priorität.llse Niederdellmann, Fraktionsvorsitzende: „Mit Rot-Grün gibt es ab dem 1. Februar 2014 einen gesetzlichen, flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 €. Wir sorgen dafür, dass jeder von seiner Arbeit leben kann. Denn gute Arbeit ist uns etwas wert“.

Nur ein gesetzlicher und flächendeckender Mindestlohn schützt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Ausbeutung durch Dumpinglöhne und sorgt dafür, dass sie von ihrer Arbeit auch leben können.

• Mit einem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 € steigt die Kaufkraft in Deutschland um 19,1 Milliarden €. Das erzeugt Wachstum und somit auch neue Arbeitsplätze.

• Heute arbeiten in Deutschland 6,8 Millionen Menschen für weniger als 8,50 € die Stunde. Durch den Mindestlohn bekommen sie mehr Geld. Undder Staat spart rund 4 Milliarden €, da er Niedriglöhne nicht mehr aufstocken muss.

• Der Mindestlohn stärkt die Unternehmen, die gute Löhne zahlen und ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gerecht behandeln. Denn sie sind nicht mehr der Konkurrenz um Dumpinglöhne ausgesetzt.

• Ein Mindestlohn ist keine Gefahr für Arbeitsplätze. Das zeigen die Erfahrungen aus 20 anderen EU-Ländern, die Mindestlöhne eingeführt haben.

• Ostdeutsche sind besonders von niedrigen Löhnen betroffen

Ein flächendeckender Mindestlohn in ganz Deutschland macht Schluss mit dieser „2 Klassen“-Politik.

• Schwarz-Gelb propagiert sogenannte „Lohnuntergrenzen“. Bei diesen „Lohnuntergrenzen“ ist der eigentliche Lohn aber nicht festgelegt. Und sie sollen nur da gelten, wo keine tariflichen Regelungen existieren. In vielen Tarifgruppen liegen die Löhne aber deutlich unter 8,50 € - ihnen wäre überhaupt nicht geholfen. Die sogenannten „Lohnuntergrenzen“ sind

Etiketten auf leeren Flaschen.

Eine Mogelpackung!

DAS WIR ENTSCHEIDET

Haus Meer: Bald sind Entwürfe zu sehen

Am 31. Mai 2013 veröffentlichten wir einen Artikel mit der Überschrift: Haus Meer, fast schon ein Drama! Heute berichtet dei RP Lokal Meerbusch über den Stand der Planungen.

Hier der Bericht. Meerbusch Haus Meer: Bald sind Entwürfe zu sehen
VON MARTIN RÖSE - zuletzt aktualisiert: 10.07.2013
Meerbusch (RP). Die geänderten Skizzen zum geplanten Luxushotel auf dem denkmalgeschützten Gelände von Haus Meer befinden sich zurzeit in der Abstimmung zwischen Architekt und Investor. Sie sollen in Kürze präsentiert werden
Liegt seit Jahrzehnten in einem Dornröschenschlaf — das Gelände von Haus Meer. Die Regent Hotels & Resorts möchte dort ein Luxushotel bauen und die historischen Mauern mit einbeziehen. Foto: u.d.

In einigen Wochen wird Planungsdezernent Just Gérard die neuen Hotel-Pläne für das Haus-Meer-Gelände vorstellen. "Aktuell befinden sich die Entwürfe der Architekturbüros in der Abstimmung mit dem Investor", erklärte Gérard gestern auf Anfrage. Die taiwanische Regent-Hotelgruppe plant auf dem denkmalgeschützten Gelände den Bau eines 75-Betten-Hotels.

"Rund 80 bis 100 Arbeits- und Ausbildungsplätze werden entstehen", erklärte René Wilms, bei Regent für die Entwicklung neuer Hotels zuständig, als Entwürfe im Oktober vergangenen Jahres präsentiert wurden. Der Präsident der Regent Hotels & Resorts, Ralf Ohletz Graf von Plettenberg, war dazu aus der taiwanischen Hauptstadt Taipeh angereits – ein Signal an Meerbuschs Politiker, wie ernst der Luxus-Hotelkette das Investment ist.

Freilich: Die präsentierten Pläne stießen insbesondere bei SPD und FDP, aber auch bei den Grünen, auf wenig Gegenliebe. Die Sorge: Der Komplex sei zu groß; er werde Teile des Gartendenkmals beeinträchtigen. Besonders ein geschwungener Anbau an das Hotel sorgte für Kritik, weil er außerhalb der Grundmauern des ursprünglichen Schlosses errichtet werden sollte. Die Regent-Gruppe zog daraufhin die gezeigten Entwürfe zurück und beauftragte im Februar zwei neue Architekturbüros mit den Planungen. Dem Vernehmen nach gibt es in den neuen Plänen keinen bogenförmigen Anbau mehr; allerdings wird der Hotelkomplex wohl auch weiterhin größer als das einstige Schloss.

Eigentlich sollten deren neue Entwürfe bereits Ende Mai mit den Denkmalbehörden abgestimmt werden. Daraus wurde nichts: Die Architekten konnten noch nichts präsentieren. "Da der Investor in Taiwan sitzt, nehmen die Abstimmungen etwas mehr Zeit in Anspruch", so Gérard.

Nun wird es wohl erst nach der Sommerpause weitergehen. Mitte September treten die Politiker des Kultur- und Denkmalausschuss das nächste Mal wieder zusammen.

Ursprünglich hatte Regent sich Baurecht bis Ende des Jahres erhofft. Das könnte nun knapp werden.