Verspätungen am Flughafen Düsseldorf haben im Juli weiter zugenommen

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Bei Starts und Landungen entsteht der meiste Lärm

Obwohl bereits den gesamten Sommer über die Situation für die Anwohner am Flughafen Düsseldorf extrem belastend ist, haben die Nachtflüge im Juli noch einmal zugenommen. Die Bürger gegen Fluglärm halten jede Flugbewegung am Flughafen in einer großen Datenbank nach, um Fakten in der Hand zu haben. Dabei zählten sie im Juli 45 Starts nach 22 Uhr und 375 Landungen nach 23 Uhr . Zu diesen Zeiten sollte eigentlich Ruhe herrschen, weil lediglich „ausnahmsweise verspätete“ Flüge stattfinden dürfen. Auch die Ausnahmegenehmigungen, die für stark verspätete Flüge erteilt wurden, haben im Juli auf 27 Starts und Landungen zugenommen.
Georg Regniet, der diese Datenbank führt, berichtet: „Das sind nach dem ‚Horror Juni‘ im vergangenen Jahr die zweithöchsten Zahlen, die wir je gezählt haben.“ Spitzenreiter bei den Verspätungen war im Juli Eurowings mit 140 Verspätungen, gefolgt von Air Berlin mit 70 und Niki Air, die die Urlaubsflüge von Air Berlin übernommen haben, mit 67.
„Das Problem“,so Regniet,:„liegt aus unserer Sicht in der viel zu engen Umlaufplanungen,die keine Reserven für unvorhergesehene Ereignisse enhalten. Wenn dann ein Passagier nicht erscheint, ein Koffer klemmt, eine Schraube nachgezogen werden muss oder es in Gewitter zu einem Umweg zwingt, entstehen sofort Verspätungen, die sich im Laufe des Tages summieren und nicht wieder eingeholt werden können“.
Christoph Lange, 1.Vorsitzender des Vereins, ergänzt: „Die bestehenden Nachtflugbestimmungen laden direkt da zu ein, die Verspätungsregelung auszunutzen. Dass Fluglärm krank macht, ist inzwischen vielfach nachgewiesen.
Daher müssen die Nachtflugbestimmungen verschärft werden, und zwar dringend. Hier ist die neue Landesregierung gefordert.“

 Quelle: Bürger gegen Fluglärm