Schreiben der Bürgerinitiative Kierster Straße

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Die Bürgerinitiative Kierster Strasse, hat uns aufgefordert  folgende Information auf unserer Internetseite umgehend richtig zu stellen. Hier lesen Sie den Text der Bürgerinitiative, machen Sie sich Ihr eigenes Bild:

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"Herr Jan Siemens ist weder Mitglied der Bürgerinitative Kierster Strasse, noch hat er an der Petition zur Reduzierung der Reihenhausbebauung an der Kierster Strasse auf 3 x 3 Häuser mitgewirkt. Herr Jan Siemens hat die Petition noch nicht einmal unterschrieben. 

Die Bürgerinitative Kierster Strasse verwehrt sich der Unterstellung, sie sei gegen Flüchtlinge.

Siehe RP-Artikel „Flüchtlinge – wirklich willkommen?“ vom 23.04.2016

„… Sie distanziert sich sogar glaubhaft von rechtsradikalen Positionen. Das belegen unserer Redaktion vorliegende Schreiben der Initiative an rechtsextreme vermeintliche Unterstützer, deren Positionen die Initiative aber ablehnt.“

Weiterhin wollen wir zum Titelbild unseres Flugblattes Folgendes anmerken:

Spielfiguren:
Sie stehen symbolisch, wertfrei und neutral (Geschlecht, Nationalität, Religion, etc.) für die Anzahl von Flüchtlingen, die Sie konzentriert an der Kierster Strasse in unmittelbarer Nähe zum Asylbewerberheim „Am Heidbergdamm“ unterbringen möchten. 

Hand, die die Flüchtlinge „platziert":

Auf einer Flucht geschieht nichts wirklich freiwillig.  Es sind äußere Einflüsse wie z.B. Bürgerkriege, die die Menschen zur Flucht zwingen. In Deutschland angekommen werden sie den Kommunen zugewiesen. Die Stadt „platziert“ sie dann durch ein Belegungsmanagement, das für die beste Zusammensetzung der Bewohner sorgen soll, in entsprechende Unterkünfte. Die Asylbewerber entscheiden also nicht selbst, ob Sie in einer Unterkunft in Geschossbauweise oder Reihenhausform wohnen wollen, geschweige denn in welchem Ortsteil."

Quelle: Bürgrinitiative Kierster Straße
 
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Liebe Leserinnen und Leser,
 
ein Flugblatt, welches zu so heftigen Reaktionen geführt hat, kann den "Bogen nur überspannt" haben. Für uns als SPD bleibt es dabei, unserer Meinung nach sind Menschen sind keine Spielfiguren, die von wem auch immer auf ein Spielfeld gesetzt werden. Die von der Bürgerinitiative dargestellten Erläuterungen führen aus unserer Sicht in Leere. Trotz aller Beteuerungen, dass Spielfiguren "symbolisch, wertfrei und neutral (Geschlecht, Nationalität, Religion, etc.)" seien, finden wir eine Reduzierung von Menschen auf eine Spielfigur diffamierend. "Auf einer Flucht geschieht nichts wirklich freiwillig" betont die BI, aber weder die Verwaltung noch der Rat "platziert" Menschen. Nach sorgfältiger Überlegung und in Kenntnis der Rahmenbedingungen, wollen wir  menschenwürdige Unterbringungen für die Flüchtlinge errichten, die Raum bieten für den Einzelnen, aber auch für gemeinsame Aktivitäten in den Gemeinschaftsräumen.
Die Reduzierung von weiteren Unterbringungsplätzen wäre aus unserer Sicht grob fahrlässig. Nun gilt es Rahmenbedingungen für eine gelungene Integration zu schaffen. Betreuung und Integration brauchen Raum, Zeit und Zuversicht. Die SPD versucht im Rat genau dafür weitere Ressourcen und Strukturen durchzusetzen. Leider nicht immer mit dem von uns gewünschtem Erfolg.