Kaarster Ratsfraktionen gegen ein Gesamtschul-Kooperation

Der Presse war zu entnehmen, dass sich die Vertreter der Ratsfraktionen der Stadt Kaarst im Schulausschuss gegen eine Gesamtschul-Kooperation mit Meerbusch ausgesprochen haben. Da die Stadt Kaarst große Bedenken gegen eine Kooperation hat und auch nach bisherigen Gesprächen die anderen umliegenden Städte eine interkommunale Zusammenarbeit in dieser Frage kritisch sehen, muss eine eigenständige Lösung für Meerbusch erarbeitet werden. „Wir haben in der letzten Sitzung des Schulausschusses eine Sondersitzung beantragt, um eine zeitnahe und realistische Lösung zu erarbeiten. Wir brauchen dringend eine zweite Gesamtschule für Meerbusch.  Dem Wunsch der Eltern und Kindern muss endlich entsprochen werden“ so Michael Billen, schulpolitischer Sprecher der SPD. „Die SPD sieht den Bedarf einer weiteren Gesamtschule für Meerbusch. Wir haben in Meerbusch die landesweit höchste Übergangsquote zu den Gymnasien.  Viele  Eltern würden ihrem Kind gerne das Abitur in neun Jahren ermöglichen.  Diese werden bei der Betrachtung der Zahlen nicht beachtet. Auch die Zahl der Kinder, die das Gymnasium nach einiger Zeit verlassen, werden bei der Bewertung, ob der Bedarf für eine zweite Gesamtschule da ist, schlicht ignoriert“ ergänzt Nicole Niederdellmann-Siemes, Fraktionsvorsitzende der SPD. Die SPD Vorsitzende Heidemarie Niegeloh ist sich sicher: “Wenn wir die Eltern der 3. und 4. Klassen erneut befragen, werden wir die benötigten Zahlen erreichen“.