Gesamtschule-SPD will Sondersitzung des Schul-und Sportausschusses

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Die Anmeldezahlen übersteigen Jahr für Jahr die Kapazität der Meerbuscher Gesamtschule!
Dazu stellte die SPD Fraktion folgenden Antrag:
Namens und im Auftrag der SPD Fraktion beantragen wir eine Sondersitzung zu dem Thema „Errichtung einer zweiten städtischen Gesamtschule“.
Begründung:
Jahr für Jahr müssen wir Schülerinnen und Schüler, die sich für die Gesamtschule entschieden haben, an unserer Gesamtschule abweisen. Wir brauchen daher dringend eine Perspektive für die Zukunft unserer Kinder.
Das gegliederte Schulsystem führt  nach dem Urteil vieler Bildungsexperten zu sozialen Ungerechtigkeiten und entspricht nicht den Anforderungen einer modernen Wissensgesellschaft. Die SPD Fraktion möchte daher eine zweite Gesamtschule für Meerbusch erreichen.
Uns ist bewusst, dass sich der Elternwille bei der Schulwahl in den letzten Jahren massiv verändert hat. Eltern wollen eine anspruchsvolle Schule, die alle Kinder und Jugendliche motiviert, den bestmöglichen Schulabschluss zu erreichen. Sie wollen eine integrative, zukunftsweisende  Ganztagsschule, die allen Schülerinnen und Schülern offensteht. In den vergangenen drei Jahren wurde dieses Thema umfassend in der Politik beraten. Nun ist es an uns dafür zu sorgen, dass diesem Elternwillen entsprochen wird.
In der von uns beantragten Sondersitzung soll besprochen werden, ob die seitens der Verwaltung in der Informationsvorlage dargestellt interkommunale Zusammenarbeit realistisch ist und welche weiteren Optionen für uns in Frage kommen können.
Die Informationsvorlage lässt noch viele Fragen offen. Neben rein organisatorischen Fragen, muss auch noch die Frage nach dem Konzept der Schule geklärt werden. Eine Gesamtschule als bloßer Ersatz für die Haupt- und Realschule entspricht nicht den pädagogischen Zielen einer Gesamtschule. Die Zahl der sog. „Abschüler“ wäre in diesem Zusammenhang ebenfalls von hoher Wichtigkeit. Der Informationsvorlage ist nicht zu entnehmen, ob die Kaarster Politik und Verwaltung einer solchen Interkommunalen Zusammenarbeit zustimmen würde. Vielmehr wird von Verhandlungen gesprochen, deren Ausgang offensichtlich nicht einschätzbar ist. Der Zeitplan für die Errichtung einer zweiten Gesamtschule ist ebenfalls unzureichend dargestellt. Mit einer weiteren Sitzung im September scheinen uns die vielen offenen Fragen jedenfalls nicht lösbar zu sein.
Darüber hinaus wollen wir eine weitere Elternbefragung der 3. und 4. Schuljahre aller Meerbuscher Grundschulen. Wir gehen davon aus, dass sich ausreichend viele Eltern bei einer erneuten Befragung für eine zweite Meerbuscher Gesamtschule aussprechen könnten.