Die Fakten sprechen gegen den Flughafen

Bürger gegen Fluglärm bleiben am Ball!
"Wir sind froh, dass sich die Bürger gegen Fluglärm so intensiv und mit viel Sachkenntnis um das Thema kümmern. Im April findet auf Antrag der SPD Fraktion eine gemeinsame Sitzung des Planungs- und des Bauauschusses der Stadt Meerbusch zum Thema Lärm ein. Hier wird sicherlich auch das Thema Fluglärm betrachtet. Es gilt Handlungsoptionen der Stadt gegen die Lärmbelästigung zu erarbeiten", so die Fraktionsvorsitzende Nicole Niederdellmann-Siemes 

Verzweifelt trommeln Flughafen und IHK für eine neue Betriebsgenehmigung, die noch einmal 30% mehr Flüge bringen soll, auch wenn das für die Nachbarn mit deutlich mehr Lärm und Dreck verbunden ist. Doch ist die beantragte Kapazitätserhöhung wirklich notwendig? Die Fakten sprechen eine andere Sprache:

Wenn nur 85% der möglichen Flugbewegungen genutzt werden und die Flüge nur zu 75% ausgelastet sind (durchschnittlicher Sitzlade-Faktor, ermittelt aus angebotenen und genutzten Plätzen lt. Geschäftsbericht des Flughafens Düsseldorf), dann werden die Passagierkapazitäten nur zu 64% ausgeschöpft. Seit 2006 geht diese Auslastung kontinuierlich zurück, der Anstieg 2007 und 2008 ist eher auf die zeitlich begrenzten Effekte aus der Genehmigung 2005 zurückzuführen.
Warum will der Flughafen trotzdem seine Kapazität anheben? Weshalb das blindwütige Trommeln der IHK, die ignoriert, dass ein Wachstum nur im Billig-Urlaubsverkehr möglich erscheint? Warum lässt die Landesregierung überhaupt zu, dass sich der Marktanteil des Düsseldorfer Flughafens in NRW von 52% auf 60% erhöht? Wieso müssen sich die FÜNF anderen NRW-Verkehrsflughäfen mit 40% begnügen, während der Flughafen Düsseldorf trotz seines vollen Tellers nochmals einen Nachschlag haben möchte. Warum also wird Düsseldorf immer wieder begünstigt, wo doch mit dem Luftverkehr kein Geld verdient werden kann, wie die 387 Mio. Euro Verluste von Air Berlin und der Dividendenausfall bei Lufthansa beweisen?
Weil die Gewinne ausschließlich mit dem „Kaufhaus neben der Landebahn“ sowie mit Parkhäusern und Immobiliengeschäften gemacht werden, und da hört sich ein Passagierwachstum doch besser an als Rückgänge.
Nur für dieses Passagierwachstum braucht man KEINE neue Genehmigung, das geht auch mit größeren und besser ausgelasteten Flugzeugen. Und dem viel zitierten „Allgemeinwohl“ dient dieser neue Antrag auch nicht, im Gegenteil, er schadet ihm und den anderen Flughäfen und Regionen in NRW.
 Diese Informationen wurden uns von "Bürger gegen Fluglärm" zur Verfügung gestellt.