Vergißmeinicht für den Minister

Mit Vergißmeinicht verabschiedete sich die Vorsitzende Heidemarie Niegeloh von Minister Mike Groschek und bedankte sich für seine Gesprächsbereitschaft. Er möge an die Menschen in Meerbusch denken, wenn es um die Genehmigung des Antrages auf Erweiterung des Flugverkehrs am Düsseldorfer Flughafen geht.

Denn sie sind die Hauptbetroffenen. Das haben die ca. 80 Bürgerinnen und Bürger und die Mitglieder der SPD Meerbusch bei der Versammlung deutlich gemacht.

Sachorientiert und fachkompetent wurde dargestellt, was die Menschen in Meerbusch, in Kaarst und auch auf der anderen Rheinseite belastet. Deutliche Worte fand der Vorsitzende der Bürger gegen Fluglärm, Christoph Lange, als er dem Minister berichtete, wie die Mitarbeiter des Ministeriums den Anliegen der Bürger begegnet sind. Auch wenn Mike Groschek versuchte sich vor seine Mitarbeiter zu stellen, so hat er doch wichtige Hinweise bekommen. Auch der Umgang des Flughafens mit den berechtigten Anliegen, Feststellungen und Forderungen trug nicht zum gegenseitigen Vertrauensverhältnis bei. Das wurde in den Wortbeiträgen sehr deutlich. Das jenes allerdings Grundvoraussetzungen für eine Gesprächsbasis ist, das musste auch der Minister einräumen.

Nicole Niederdellmann-Siemes, stellv. Vorsitzende, machte in ihrem Eingangsstatement deutlich, in welchem Verkehrsdrehkreuz Meerbusch heute liegt. Ein Blick auf den Stadtplan machte das noch einmal klar. Sie stellte die Gesamtbelastung der Meerbuscher Menschen dar, bei der der Flugverkehr allerdings den größten Anteil hat.

 Zu seinen positiven Aussagen zur Kapazitätserweiterung, die von der SPD Meerbusch kritisch hinterfragt wurden, nahm Groschek nur mit dürren Worten Stellung. Er hob darauf ab, dass man auf das geplante Bundesflugverkehrskonzept setzt, was die Entwicklung in NRW für die Zukunft bringt. Infrastruktur ist wichtig für NRW, aber es muss einen Konsens über die zumutbare Belastung der Bürgerinnen und Bürger geben. Allerdings legte er Wert darauf, dass der Angerlandvergleich gültig bleibt. Deshalb stellte er sich den Menschen in Meerbusch, auch wenn mit ihren Aussagen auch oft Kritik und Mißtrauen verbunden war. Das ist Aufgabe der Politik. Das wolle er aushalten und bot seine Gesprächsbereitschaft weiterhin an. Ebenso will er das Gespräch des Vereins Bürger gegen Fluglärm mit Hannelore Kraft vermitteln.

Die Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage fand Beifall für ihre Darstellung der Lärmbelastungen und die Konsequenzen in Meerbusch.

Sie überreichte Minister Groschek Gehörschutz, mit dem er nach Meerbusch kommen müsse, wenn er den Antrag des Flughafens genehmigen würde.

Die SPD Meerbusch wird auf das Angebot von Minister Mike Groschek zurückkommen und ihn beizeiten wieder einladen.