Der Bedarf an bezahlbaren Wohnraum wird in den nächsten Jahren noch zunehmen-nicht nur Ein- und Zweifamilienhäuser planen

In der letzten Sitzung des Ausschusses für Planung und Liegenschaften wurden für die zukünftige Entwicklung unserer Stadt wichtige Weichen gestellt. Der Ausschuss befasste sich mit dem von der Bezirksregierung vorgelegten Entwurf des Regionalplans. Dieser stellt einen Entwicklungsrahmen vor und wird für einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren aufgestellt. Alles was im Regionalplan dargestellt ist, gibt der Stadt die Möglichkeit der Entwicklung.
"Alles was nicht dargestellt wird, kann im Zeitraum der Gültigkeit nicht entwickelt werden. Allerdings müssen die Flächen nicht entwickelt werden. Der Rat entscheidet zu einem späteren Zeitpunkt ob, wann und wie die Flächen entwickelt werden, oder eben auch nicht“. So Dieter Jüngerkes, Mitglied im Planungsausschuss. 
"Die SPD in Meerbusch sieht große Herausforderungen für die zukünftige Stadtentwicklung. Durch die Veränderung der Altersstruktur und des Wohnraumbedarfes ist es wichtig, dass nicht nur Ein- und Zweifamilienhäuser gebaut werden.  Der Bedarf an bezahlbaren Wohnraum wird in den nächsten Jahren noch zunehmen.
„Wir müssen ausreichend Flächen bevorraten, " erläutert die Fraktionsvorsitzende Nicole Niederdellmann-Siemes. Grundsätzlich geht es in der derzeitigen Planungsphase darum Ziele für die Entwicklung Meerbusch unter Berücksichtigung der sozialen, ökologischen und ökonomischen Rahmenbedingungen zu entwickeln.
Wir brauchen weiterhin die Zuwanderung von Menschen, um die Kosten für die Infrastruktur in Zukunft tragen zu können.
Wir wollen hier auch auf Verdichtung, also Geschosswohnungsbau setzen und sparsam mit weiterem Flächenverbrauch umgehen. Daher werden insbesondere die Ortsränder begradigt und die freien Flächen entlang des öffentlichen Personennahverkehrs und in den Ortsteilen einer möglichen Bebauung zugeführt“, so Nicole Niederdellmann-Siemes. Die Bezirksregierung hat berechnet, dass Meerbusch einen Bedarf von rund 3.300 Wohneinheiten hat, zum Teil auch aufgrund der günstigen Lage in unmittelbarer Nachbarschaft zu Düsseldorf.
"Es wäre fahrlässig, wenn wir die Chancen unserer Lage nicht nutzen würden, insbesondere um dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum zu schaffen", erklärt 
H.G. Focken der Vorsitzende des Sozialausschusses.
Hier die Berichterstattung der RP: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/meerbusch/struemper-busch-politik-lehnt-bebauung-ab-aid-1.4833139?utm_source=newsletter&utm_medium=email&