20 Jahre Plakatwand „Künstler gegen Ausländerfeindlichkeit“

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20 Jahre liegt das feige und hinterhältige Verbrechen von Solingen zurück. Fünf Menschen starben in den Flammen. Der betroffenen Familie Genc sprechen wir an dieser Stelle unsere Hochachtung aus. Sie hat in den vergangenen Jahren Stärke und Mut bewiesen und sieht  trotz der fürchterlichen Verluste, die sie in Deutschland erleiden musste, dieses Land als ihre Heimat an. Seit 20 Jahren gibt es in Meerbusch die Plakatwand  „Künstler gegen Ausländerfeindlichkeit“ und seit 20 Jahren wird diese jährlich von unterschiedlichen Künstlern gestaltet. Initiiert wurde die Plakatwand von den beiden leider viel zu früh verstorbenen Meerbuscher Künstler Helmut Martin-Myren und Winni Schmitz-Linkweiler. Dass diese Wand heute so aktuell ist wie damals, zeigen die Verbrechen in Norwegen, Boston und die NSU Morde. „Wir müssen achtsam sein und darin nicht nachlassen“, so Ilse Niederdellmann, Fraktionsvorsitzende. Häufig leben Rassisten in unmittelbarer Nähe. Auch in Meerbusch gab es genügend Sachbeschädigungen, die darauf hinwiesen.  In die Fensterscheibe des SPD Büros in Meerbusch-Osterath wurde ein Hakenkreuz eingeritzt, die Schaukästen der Büdericher SPD wurden mehrfach mit Rassistischen Parolen bemalt und beklebt. Ilse Niederdellmann: „ Wir nehmen die mahnenden Worte der stellv. Vorsitzenden des Meerbuscher Integrationsrates ernst, die sie im Rat der Stadt Meerbusch am 29.05.2013 fand, sehr ernst. Wir stehen hinter den Künstlern, die dieses Mahnmal, die Plakatwand in Meerbusch-Büderich, am Leben halten. Als die Künstlerin C.U. Frank, die in diesem Jahr die Plakatwand gestaltet hat, am letzten Sonntag ihre Arbeit vorgestellt hat, habe ich Jochen Schmitz-Linkweiler die Unterstützung der SPD zugesagt“.