Konverter soll nach Kaarst

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Heute, am 03.12.2014 um 15.00 Uhr, berichtete der WDR über einen möglichen Konverterstandort wie folgt:
Der geplante Stromkonverter im Rhein-Kreis Neuss soll in der Nähe des Autobahnkreuzes Kaarst gebaut werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Netzbetreibers Amprion, die heute den Kreisbürgermeistern vorgestellt wurde. Um den Konverter dort bauen zu können, müsste jedoch der aktuelle Regionalplan geändert werden, der für die Fläche noch Kiesabbau vorsieht. Der Netzbetreiber Amprion und die Politik wollen sich jetzt für eine Änderung einsetzen.
In einer ersten Stellungnahme, sagte Nicole Niederdellmann-Siemes, SPD Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt Meerbusch:  
„Die SPD Fraktion Meerbusch freut sich, dass nun auch die Ergebnisse des Gutachtens zeigen, dass Meerbusch Osterath als Standort für einen Konverter nicht geeignet ist. Wir sind sehr froh, dass die berechtigten Schutzbedürfnisse der Menschen in den Vordergrund gestellt wurden. Die SPD hat stets betont, dass aufgrund des zu geringen Abstandes zur Wohnbebauung dieser Standort absolut ungeeignet ist, nun hat auch das Büro ERM dieses Kriterium entsprechend gewürdigt. Die Ortsvereinsvorsitzende Heidemarie Niegeloh ergänzte:" Welch eine erfreuliche Entwicklung."
Bürgemeisterin Frau Angelika Mielke -Westerlage gab sofort eine Pressemitteilung heraus. hier der Wortlaut der PM:
Kein Stromkonverter in Osterath: Gutachten attestiert dem Standort „geringste Gesamteignung“
Osterath wird nicht  Standort des umstrittenen nördlichen Stromkonverters für die geplante Nord-Süd-Stromautobahn. Das ist das Ergebnis des Gutachtens, das das Beratungs- und Projektsteuerungsbüro ERM aus Neu-Isenburg im Auftrag des Stromnetzbetreibers Amprion erstellt hat. Die umfassende „Standortbereichsbewertung“ wurde den Vertretern der als Standort in Frage kommenden Kommunen heute (3. Dezember) in Neuss vorgestellt.
In dem Gutachten wurden sieben in Frage kommende Standorte im Rhein-Kreis Neuss anhand unterschiedlicher Faktoren – zum Beispiel nach Auswirkungen auf die Bereiche Mensch und Wohnen, Erholung und Freizeit oder Landschaft und Natur - verglichen und abschließend bewertet. Gegenstand der Untersuchung waren die potentiellen Standorte Osterath, Kaarst Nord, Neuss West, Neuss Süd, Dormagen-Gohr, Rommerskirchen und die so genannte Dreiecksfläche in Kaarst.
Nach allen Abwägungen hat das Büro ERM die Standorte  Dreiecksfläche Kaarst zwischen der Autobahn 57 und der Bahnlinie Neuss-Krefeld und Domagen-Gohr als „gleichermaßen bestgeeignet“ ausgemacht. Osterath hingegen weise einen „deutlichen Eignungsnachteil“ auf, insbesondere weil der Mindestabstand von 500 m zur nächsten geschlossenen Wohnbebauung dort nicht einzuhalten sei. Deshalb attestieren die ERM-Gutachter Osterath ebenso wie dem Standort Kaarst Nord die „geringste Gesamteignung“.
Amprion gab während der Vorstellung der gutachterlichen Ergebnisse bekannt, dass anderen Standortbereiche als die Dreiecksfläche Kaarst und Gohr nicht weiter betrachtet würden.