Reizthema: Hindenburgstraße

Die Diskussion um die mögliche Umbenennung der Hindenburgstraße, löste in der Ratssitzung am 19.12.2013 eine große Unruhe aus. Grund hierzu bot eine Pressemitteilung der CDU Fraktion, in der die Angelegenheit Umbennenung Hindenburgstraße von CDU als „Schilda“ bezeichnet wird. Ilse Niederdellmann, die Fraktionsvorsitzende der SPD reagierte mit folgenden Worten:
Das Miteinander der Ratsmitglieder ist in der Regel von Sachlichkeit geprägt. Allerdings gab es im vergangenen Jahr  eine  Angelegenheit, die die Grenzen der sachlichen Auseinandersetzung gesprengt hat. Meine Damen und Herren, ich spreche die Diskussion um die Stolpersteine und den damit verbundenen Brief eines ehemaligen CDU Ratsmitgliedes an.
Bis dahin hatten wir geglaubt, dass die unrühmliche Geschichte unseres Landes von allen Vertretern hier im Raume verurteilt würde. Nicht umsonst ist das Jahr 2013 ein Gedenkjahr, welches uns an die Machtergreifung vor 80 Jahren durch die Nationalsozialisten erinnern soll. Der Bewältigung dieser Vergangenheit gehört auch die Aktion Stolpersteine. Diese erinnert daran, dass auch Menschen aus Meerbusch deportiert und ermordet wurden. Dazu zählt auch, dass wir die Menschen nicht verherrlichen wollen und dürfen, die das Nazi-Regime gefördert und unterstützt haben.
Auch Sie, Kolleginnen und Kollegen der CDU, können die Geschichte nicht schön reden oder gar verändern.  Das Sie im Zusammenhang einer möglichen Straßenumbenennung von Schilda reden, ist nicht nur für die Opfer des Nazi-Regimes unerträglich. Und dass Sie der unsäglichen Geschichte eine Summe von 3.000 €  entgegen setzen, macht die traurige Geschichte nicht besser. Im Gegenteil, es beweist uns, dass Sie, die Ratsmitglieder der CDU,  in der Sache unbelehrbar sind  und auch nicht  die Beschlüsse der entsprechenden Ausschüsse respektieren.
Die Westdeutsche Zeitung berichtete in ihrem Lokalteil Meerbusch wie folgt darüber:
http://www.wz-newsline.de/lokales/rhein-kreis-neuss/meerbusch/streit-um-wort-und-haltung-1.1510266