„Das Beste wäre ein Gespräch mit allen Beteiligten“

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Petra Kammerevert, Mitglied des Europäischen Parlamentes
, versuchte die Brücke zu schlagen zwischen europäischer Gesetzgebung und Meerbuscher Problemen.
Das sah zunächst nicht einfach aus, gelang aber. Am Beispiel der Planung um den Krefelder Hafen und die notwendige Infrastruktur wurde die Situation in und um Meerbusch und den ZARA-Häfen beleuchtet. Dabei fand die Mitteilung der Kommission „ Häfen als Wachstumsmotor“ genauso Beachtung wie die mittel- und langfristigen Planung den Aufbau des transeuropäischen Verkehrsnetzes betreffend. Hier spielt die Rheinschiene eine große Rolle. Und Meerbusch liegt wie immer: mittendrin.
Petra Kammerevert ging auf die Notwendigkeit der Schaffung von Arbeitsplätzen ein, genauso wie auf die Umweltverträglichkeit und die sozialen Standards, die beim Ausbau beachtet werden müssen.
Eine sehr sachliche aber intensive Diskussion brachte aber auch die Meerbuscher Problematik zur Sprache. Verstärkte LKW-Verkehre auf den Ortsteilstraßen und Bahnlärm  wegen veralteter Güterzüge, mangelnde Bereitschaft in Investitionen in lärmarme Technik, Straßenplanungen auf Meerbuscher Gebiet und Naturschutzbereiche. Verträge, die wenig Beachtung finden. Auch der  Düsseldorfer-Flughafen wurde angesprochen. Hier insbesondere der Angerland-Vergleich, der unbedingt eingehalten werden muss.
Abgesehen davon, dass der Regionalplan und der Landesentwicklungsplan eine große Rolle für die Zukunft spielen und der Meerbuscher Einfluss relativ gering ist, sollten die Parteispitzen der anliegenden Städte ein gemeinsames Gespräch suchen. Da waren sich alle Beteiligten einig.
Zuguterletzt berichtete die Europaabgeordnete über den Ablauf der Abstimmung zu TTIP. (Siehe Newsletter der Europaabgeordneten Petra Kammerevert - Ausgabe: Nr.5 Mai 2015) Da konnten die Anwesenden einen Blick hinter die Parlamentskulissen werfen.
Was den Inhalt angeht, da sind die Grundsätze, die von der sozialistischen Fraktion ausgehen, gut formuliert. Das entspricht auch den Vorstellungen der Mitglieder.
Wann mit einem Abkommen zu rechnen ist, da konnte auch die Insiderin nur spekulieren. Die Vorsitzende Heidemarie Niegeloh dankte Petra Kammerevert herzlich für ihre Ausführungen und ihre Zeit in Meerbusch.