Wie Geht`s Meerbusch-Stellungnahme der SPD Ratsfrau Heidemarie Niegeloh

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Wie Geht's, Meerbusch? Ein ungewöhnliches Lob vom 6. Februar 2016 in der Rheinischen Post

Die unter "Wie Geht`s Meerbusch" angesprochene Ratsfrau Heidemarie Niegeloh, nimmt dazu wie folgt Stellung:

Heidemarie Niegeloh

Kritik ist erlaubt-Was ist zumutbar auf lange Sicht,
das fragte sich Heidemarie Niegeloh im Bau- und Umweltausschuß am 03.02.16. In der Notunterkunft der ehemaligen Barbara-Gerretz-Schule sollen bis auf weiteres 150 Menschen in den Klassenräumen ein Dach über dem Kopf finden. 10 Personen teilen sich einen Raum mit Tisch und Bett und alle 150 die Turnhalle als Küche- Speise- und Aufenthaltsraum. So ist es geplant.
Alte, Junge, Männer, Frauen und Kinder; möglicherweise auf Jahre, werden in der ehemaligen Schule leben. Andere Häuser mit kleineren Einheiten und sozial geförderter Wohnraum sind in Meerbusch absolute Mangelware, weil nicht gewollt und nicht gebaut. Bis jetzt. Auch wenn das eine ständige Forderung der Meerbuscher SPD ist.
Man stelle sich vor, wie das Leben dort aussehen wird. Kinder machen dort ihre Hausaufgaben, Babys werden gestillt, Kranke liegen im Bett, mancher möchte schlafen, mancher kann nicht schlafen. Menschen mit Sprach- bzw. Verständigungsproblemen, Menschen mit schrecklichen Erinnerungen, Menschen mit unterschiedlichen Erziehungen und kulturellen Hintergründen, sie alle teilen sich ein großes Haus und eine Turnhalle.
Und da meint der Reporter einer christlichen Zeitung, dass die Kritik an fehlenden Rückzugsmöglichkeiten nicht gerechtfertigt sei und sozialen Sprengstoff bietet.
Wo sind wir eigentlich? In diesem Zusammenhang von Forderung nach Komfort zu sprechen, wie Herr Peters von der Rheinischen Post, grenzt wirklich an Verachtung. Niemand, außer den geflüchteten Menschen, muss in Meerbusch unter solchen Bedingungen leben. Vielleicht glaubt der Ein oder Andere, dass man es den Flüchtlingen nicht zu schön machen darf. Was ist das für eine Haltung?
Jedenfalls nicht die von Sozialdemokraten.
Wir werden weiter menschenwürdige Standards einfordern.

Hier die Berichterstattung der RP vom 6. Februar

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/meerbusch/ein-ungewoehnliches-lob-aid-1.5745759