DAS WIR ENTSCHEIDET

 

 

 

Deutschland nur Mittelmaß

Deutschland hat kräftig in die Betreuung von Kleinkindern investiert. Doch im europäischen Vergleich liegt die Bundesrepublik eher im Mittelfeld. Denn andere EU-Staaten geben seit langem deutlich mehr aus.
Von Karin Bensch, WDR-Hörfunkstudio Brüssel

Quelle: Tagesschau. de

VIELE MENSCHEN MIT WENIG GELD NIEDRIGLÖHNER IM EU-VERGLEICH: NUR LITAUEN HAT NOCH MEHR

In keinem westlichen EU-Land ist der Anteil der Geringverdiener höher als in Deutschland. Nur in Litauen gibt es noch mehr Niedriglöhner. Das belegt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Keinen Beleg fanden die Fachleute, dass schlechte Bezahlung mehr Arbeitsplätze brächte. Die Meerbuscher SPD-Vorsitzende Heidemarie Niegeloh: “Darum wird die SPD den Mindestlohn einführen und gute Tariflöhne stärken“.
Für ihren EU-Vergleich hatte das IAB den so genannten Medianlohn zugrunde gelegt. Das ist in dem jeweiligen Land der mittlere Lohn: die Hälfte der Beschäftigten verdient mehr die andere Hälfte weniger.  Wer weniger als zwei Drittel des Medianlohns verdient, zählt zu den Geringverdienern. In Deutschland liegt die Schwelle demnach bei 9,54 Euro.
Und das betrifft fast ein Viertel der Beschäftigten – deutlich mehr als in anderen westlichen EU-Ländern. In Österreich beispielsweise liegt der Medianlohn etwa so hoch wie in Deutschland, aber es gibt nur rund 15 Prozent Geringverdiener. In Frankreich sind es um die 12 und in Dänemark nur 10 Prozent. Das heißt: Die gute wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland bringt vielen Beschäftigten nichts. Außerdem haben die Forscher herausgefunden: Über 80 Prozent der Geringverdiener in Deutschland haben eine abgeschlossene Berufsausbildung. Und vor allem Frauen und Teilzeitbeschäftigte müssen für wenig Geld arbeiten. Für die Behauptung von CDU, CSU und FDP, kleine Löhne brächten mehr Menschen in Arbeit, fanden die IAB-Experten keine Belege.
Wir sagen: Wer hart arbeitet, soll auch einen guten Lohn bekommen.
Darum: Der gesetzliche Mindestlohn: nicht unter 8,50 Euro pro Stunde
– überall, in jeder Branche, für alle garantiert.
Gute Tarifverträge: Wir schaffen bessere Möglichkeiten, dass Tarifverträge
allgemeinverbindlich werden – also für alle Arbeitgeber und Beschäftigten einer Branche gelten. Gleiche Arbeit, gleicher Lohn:
Für Frauen und Männer. Und für Leiharbeiter und Festangestellte.
DAS WIR ENTSCHEIDET.                                       

Laut einer Studie des IAB arbeiten 7.000.000 Menschen in Deutschland im Niedriglohnsektor

Jusos Meerbusch
Laut einer Studie des IAB arbeiten 7.000.000 Menschen in Deutschland im Niedriglohnsektor, also für einen Lohn von weniger als 9,50 die Stunde.
Das ist eine erschreckende Zahl! Auch wenn ein geringer Bruttolohn laut der Studie nicht direkt heißen muss, dass die Menschen zwangsläufig in Erwerbsarmut leben, so ist es dennoch eine große Gefahr für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Besonders gefährdet von einem Niedriglohn sind Frauen, AusländerInnen, befristete Angestellte und Jüngere. Für uns SozialdemokatInnen ist das nichts neues! Mit vielen unserer Forderungen aus unserem Wahlprogramm könnte der Entwicklung entgegengewirkt werden.
Deutschland macht sich abhängig von seinen Exporten, die Binnennachfrage ist sehr niedrig, wir hängen am Tropf der Weltwirtschaft. Das Argument der Neoliberalen, dass durch niedrige Löhne Geringqualifizierte besser in den Arbeitsmarkt integriert werden können, ist von der Studie des IAB übrigens widerlegt worden. Im internationalen Vergleich lässt sich keine niedrigere Arbeitslosigkeit mit steigendem Niedriglohnsektor erkennen.
Jetzt heißt es handeln: Wir wollen die Einführung des Mindestlohns! Wir wollen klare Regelungen für Leiharbeit! Wir wollen, dass Azubis nach der Ausbildung übernommen werden! Wir wollen, dass Menschen wieder unbefristete Arbeitsverträge bekommen! Und wir wollen, dass Frauen den gleichen Lohn wie Männer bekommen!
Was könnt ihr also tun, damit es vielen der 7 Millionen Menschen besser geht?

Am 22. September SPD wählen!


DAS WIR ENTSCHEIDET!

 http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/geringverdiener-jeder-vierte-deutsche-muss-fuer-niedriglohn-arbeiten-a-913074.html