Polizei bestätigt: Es gibt keinen signifikanten Zusammenhang von Nachtabschaltung und Einbrüchen

  • Drucken

Seit 2006 werden in Meerbusch sonntags bis donnerstags die Laternen nachts für zweieinhalb Stunden abgeschaltet. „Diese Nachtabschaltung ist Bestandteil eines Konzeptes der Straßenbeleuchtung unserer Stadt“ so die SPD Fraktionsvorsitzende Nicole Niederdellmann-Siemes. Bereits 2008 brachte die SPD Fraktion den Antrag ein, die Straßenbeleuchtung auf die umweltverträglichere  LED Technik umzustellen, der seitens der Verwaltung als nicht realisierbar bezeichnet wurde. „Damals gab es sogar noch Zuschüsse des Bundes für diese Umrüstung“ erinnert sich Heidemarie Niegeloh, SPD Vorsitzende und Mitglied im Bauausschuss. Zwischenzeitlich wurde ein Konzept erarbeitet, indem neuerdings auch LED Leuchten eingesetzt werden, und die Umweltverträglichkeit durch andere energieeffiziente Leuchten und die zusätzliche Nachtabschaltung erreicht werden kann. Nicole Niederdellmann-Siemes „ Der Sprecher der Polizei im Rhein-Kreis Neuss Hans-Willi Arnold, hat in einem Bericht der WDR Lokalzeit Düsseldorf bestätigt, dass es keinen Zusammenhang von Nachtabschaltung und Einbruchsrate gibt. Vielmehr lässt sich die erhebliche Steigerung der Einbrüche durch unsere geografische Lage und durch unsere Bevölkerungsstruktur erklären“. Heidemarie Niegeloh ergänzt: “Wir haben richtig abgewogen. Die Kostenersparnis von rund 69.000 Euro pro Jahr und die deutliche Reduzierung  des Co2 Austoßes sind wichtige Aspekte.  Das mangelnde Sicherheitsgefühl wird durch die allgemein gestiegene Einbruchszahlen und die geringe Aufklärungsquote mitverursacht. Es ist nicht dienlich, dass die Präsenz der Polizei wegen fehlendem Personal geringer geworden ist. Da hilft  auch nicht die Nachtabschaltung wieder aufzuheben.“
Sehen Sie unter folgendem Link den Bericht der WDR Lokalzeit Düsseldorf:
http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit/lokalzeit-aus-duesseldorf/videolichtanlichtaus100_size-L.html?autostart=true#banner